Nachrichten überregional

17.02.2026

Quiet Cracking: Wenn die stille Erschöpfung den Berufsalltag dominiert

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

Stille Erschöpfung am Arbeitsplatz erreicht kritischen Höchststand

Fast 30 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland arbeiten an der Grenze ihrer psychischen Belastbarkeit, ohne dass dies im beruflichen Umfeld sichtbar wird.

Dieses als »Quiet Cracking« bezeichnete Phänomen beschreibt eine schleichende Erschöpfung, bei der Betroffene nach außen hin weiterhin funktionieren, während sie innerlich bereits ausgebrannt sind.

Besonders alarmierend ist die Situation bei den unter 30-jährigen Beschäftigten, von denen laut der repräsentativen Studie »Arbeiten 2025« der Pronova BKK rund 40 Prozent betroffen sind. Damit übertrifft die stille Überlastung in ihrer Verbreitung sogar die klassische innere Kündigung, die bei 24 Prozent der Befragten vorliegt.

Ursachen in der modernen Arbeitswelt

Die Gründe...

17.02.2026

Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Mittelstand

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

Innovationskraft als Motor für den Einsatz Künstlicher Intelligenz

Die Nutzung von »Künstlicher Intelligenz« (KI) im deutschen Mittelstand hat in den vergangenen sechs Jahren einen deutlichen Aufschwung erfahren und sich verfünffacht.

Aktuell setzen bereits 20 Prozent der mittelständischen Unternehmen KI-Anwendungen ein. Der Erfolg dieser Integration ist jedoch eng an spezifische Voraussetzungen geknüpft: Ein hoher digitaler Reifegrad, die Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Daten sowie ausgeprägte Innovationsaktivitäten bilden das notwendige Fundament.

Faktoren für eine erfolgreiche Einführung

Besonders intensiv wird die Technologie in Unternehmen genutzt, die über eine starke interne Wissensbasis verfügen. Betriebe mit Hochschulabsolventen oder eigenen Forschungs- und

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17.02.2026

DAAD stellt Arbeit in Russland ein

DAAD

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) stellt seine Arbeit in der Russischen Föderation ein

Das russische Justizministerium hatte den DAAD am 10. Februar zur »unerwünschten Organisation« erklärt. Infolge dieser Entscheidung werden das DAAD-Büro in Moskau sowie das vom DAAD verantwortete »Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus« (DWIH) Moskau geschlossen.

»Wir bedauern diese Entscheidung der russischen Regierung. In den vergangenen Jahren gab es vor Ort weiterhin Interesse an DAAD-Stipendien für Studien- oder Forschungsaufenthalte in Deutschland. Zugleich gilt: Am Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine haben wir im Konsens mit den anderen Wissenschaftsorganisationen festgelegt, dass es keine politischen und institutionellen Kontakte mehr mit Russland gibt und auch keine...

17.02.2026

Herkunft bestimmt weiterhin den Bildungserfolg in Europa

Themenkreis Wissenschaft und Forschung (Symbolbild)

Herkunft bleibt entscheidend: Vergleichende Einblicke aus neun europäischen Ländern

Die soziale Herkunft beeinflusst die Bildungschancen von Kindern in Europa nach wie vor maßgeblich. Eine aktuelle Vergleichsstudie des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi) und internationaler Partnerorganisationen zeigt, dass trotz unterschiedlicher Bildungssysteme in neun europäischen Ländern strukturelle Benachteiligungen bestehen bleiben.

Kinder aus akademischen Haushalten erreichen demnach deutlich häufiger höhere Bildungsabschlüsse als Kinder aus Familien mit geringerem formalem Bildungsstatus.

Persistenz sozialer Disparitäten

Aus der Untersuchung geht hervor, dass die Kopplung von sozialer Herkunft und Kompetenzerwerb ein stabiles Merkmal moderner Gesellschaften ist. Unter »sozialen...

16.02.2026

Ressourcenmangel belastet den Führungsalltag in Unternehmen

Themenkreis HR und Personalführung (Symbolbild)

Hernstein Management Report: Führungskräfte zwischen Zeitdruck und Budgetkürzungen

Der aktuelle Hernstein Management Report verdeutlicht die zunehmenden strukturellen Belastungen für Führungskräfte in Deutschland und Österreich.

Laut der repräsentativen Studie, für die 1.600 Personen in Leitungspositionen befragt wurden, stellen begrenzte Ressourcen bei Zeit, Personal und Budget für 52 Prozent der deutschen Befragten die größte Hürde im Arbeitsalltag dar. In Österreich liegt dieser Wert mit 62 Prozent sogar noch höher.

Diese Rahmenbedingungen erfordern eine hohe Anpassungsfähigkeit und belasten die Effizienz moderner Unternehmensführung.

Wirtschaftliche Faktoren und administrative Hürden

Zusätzlich zu den Ressourcenengpässen erschweren bürokratische Anforderungen die operative Arbeit....

12.02.2026

Monitor Lehrkräftebildung 2026: Verbindlichkeit noch kein Standard

Themenkreis Studium und Lehre (Symbolbild)

Fortschritte bei der digitalen Medienkompetenz in der Lehrkräftebildung

Die verpflichtende Integration digitaler Kompetenzen in das Lehramtsstudium hat in den vergangenen Jahren deutlich an Dynamik gewonnen, erreicht jedoch noch keinen flächendeckenden Standard.

Aktuelle Daten des »Monitor Lehrkräftebildung« vom Februar 2026 belegen, dass die Verankerung von »Medienkompetenz in einer digitalen Welt« als obligatorischer Studienbestandteil substanzielle Fortschritte verzeichnet. Dennoch besteht weiterhin eine Qualifizierungslücke, da an rund einem Drittel der Hochschulen entsprechende Inhalte nicht für alle angehenden Lehrkräfte verpflichtend vorgeschrieben sind.

Besonders deutlich zeigt sich dies beim Lehramt an Gymnasien, wo 34 Prozent der Standorte keine verbindlichen Standards für...

12.02.2026

BAuA-Studie 2023: Jeder Zweite arbeitet von zu Hause

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

Etablierung des mobilen Arbeitens: Betriebliche Regelungen als Schlüsselfaktor

Die Arbeit im Homeoffice hat sich dauerhaft in der deutschen Arbeitswelt verfestigt und betrifft mittlerweile etwa die Hälfte aller Erwerbstätigen.

Aktuelle Auswertungen der BAuA-Arbeitszeitbefragung 2023 belegen, dass die Präsenz betrieblicher Vereinbarungen sowie eine systematische Arbeitszeiterfassung maßgeblich über die Qualität dieser Arbeitsform entscheiden. Klare Rahmenbedingungen fördern nicht nur die individuelle Zeitsouveränität, sondern schützen Beschäftigte auch vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

Positive Effekte durch strukturierte Rahmenbedingungen

Wo feste betriebliche Regelungen implementiert sind, verfügen Erwerbstätige über signifikant größere Spielräume bei der Gestaltung von...

12.02.2026

Qualifizierung im Fokus: Warum Deutschland bei der Weiterbildung nachsteuern muss

Themenkreis Weiterbildung und Lernen (Symbolbild)

Nur jeder zehnte Erwerbstätige bildet sich weiter

In einer sich stetig wandelnden Arbeitswelt gewinnt lebenslanges Lernen kontinuierlich an Bedeutung.

Aktuelle Daten verdeutlichen jedoch eine Diskrepanz zwischen bildungspolitischen Zielen und der tatsächlichen Inanspruchnahme von Bildungsangeboten. Während die Notwendigkeit zur Anpassung an technologische Innovationen steigt, bleibt die Beteiligung an Weiterbildungsmaßnahmen in Deutschland im europäischen Vergleich moderat.

Moderate Beteiligung im europäischen Vergleich

Wie de.statista.com aufzeigt, belegen Ergebnisse einer Erhebung des Statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat), dass die Weiterbildungsquote der 25- bis 64-jährigen Bevölkerung in Deutschland lediglich bei 9,4 Prozent liegt. Damit unterschreitet die...

12.02.2026

EFI-Gutachten 2026 zur Forschungs- und Innovationspolitik vorgelegt

EFIEin Masterplan für Europas technologische Souveränität

Das Jahresgutachten 2026 der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) unterstreicht die Notwendigkeit, Deutschland und Europa durch gezielte strukturelle Reformen technologisch souverän und wettbewerbsfähig zu positionieren. 

Die Analysen verdeutlichen, dass exzellente Forschungsergebnisse derzeit noch zu selten in marktfähige Innovationen und heimische Wertschöpfung münden.

Strategische Souveränität durch künstliche Intelligenz

Obwohl Deutschland und die Europäische Union über eine starke Forschungsbasis verfügen, bleibt die wirtschaftliche Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) hinter den globalen Möglichkeiten zurück.

Die Expertenkommission empfiehlt daher, KI-Politik konsequent europäisch auszurichten und technologische...

11.02.2026

Herausforderung Deepfakes: Warum Medienkompetenz jetzt Priorität hat

Themenkreis Verschiedenes (Symbolbild)

Deepfakes und KI-Gefahren: Steigendes Misstrauen gefährdet gesellschaftlichen Diskurs

Die Verbreitung von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Erzeugung täuschend echter Fälschungen, sogenannter »Deepfakes«, führt zu einer massiven Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung.

Eine gerade veröffentlichte Studie der IU Internationalen Hochschule zeigt, dass das Vertrauen in digitale Inhalte sowie in den öffentlichen Diskurs durch die technologische Entwicklung unter Druck gerät. Besonders die Sorge vor politischer Manipulation und der gezielten Desinformation prägt die aktuelle Debatte.

Technologische Risiken und die Erosion der Glaubwürdigkeit

Unter »Deepfakes« werden Medieninhalte verstanden, die mithilfe von KI-Verfahren wie dem Deep Learning manipuliert oder vollständig künstlich erschaffen wurden....

10.02.2026

Fortschritte bei der Gleichstellung in der Bundesverwaltung

Themenkreis Frauen in Beruf und Karriere (Symbolbild)

Frauenanteil in Führungsebene steigt kontinuierlich

Der aktuelle Bericht der Bundesregierung zum Bundesgleichstellungsgesetz (BGleiG) belegt eine positive Entwicklung: Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern im Bundesdienst kommt voran. Insbesondere in Führungspositionen ist ein deutlicher Zuwachs an Frauen zu verzeichnen.

Dennoch zeigt die Auswertung für den Zeitraum von 2021 bis 2024, dass die praktische Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben je nach Dienststelle noch stark variiert. Um das Ziel einer flächendeckenden Gleichstellung zu erreichen, bleibt ein konsequentes Handeln in allen Verwaltungsbereichen entscheidend.

Positive Trends in der Führungskräfteentwicklung

Die statistischen Daten bis zum Jahr 2023 verdeutlichen einen stetigen Trend zu mehr...

09.02.2026

Ökonomie der Geduld: Warum Deutschland bei der Weiterbildung stagniert

Themenkreis Weiterbildung und Lernen (Symbolbild)

Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland: Die Rolle der Geduld für das Lebenslange Lernen

Die Beteiligung an Weiterbildungsmaßnahmen in Deutschland liegt im europäischen Vergleich auf einem niedrigen Niveau.

Während im Jahr 2024 lediglich 9,4 Prozent der 25- bis 64-jährigen Bevölkerung an beruflichen oder privaten Fortbildungen teilnahmen, betrug der Durchschnitt innerhalb der Europäischen Union 13,5 Prozent. Spitzenwerte erzielen hierbei Schweden, Dänemark und Finnland, wohingegen Deutschland lediglich vor Rumänien, Kroatien, Bulgarien und Griechenland rangiert.

Da Lebenslanges Lernen als zentraler Faktor für die wirtschaftliche Anpassungsfähigkeit gilt, rücken die Ursachen für diese Diskrepanzen verstärkt in den Fokus der Bildungsforschung.

Kulturelle Präferenzen als Einflussfaktor

Eine aktuelle

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09.02.2026

Forschung für das Klassenzimmer: Niedersachsen gründet Kompetenzzentrum ZEB

Themenkreis Wissenschaft und Forschung (Symbolbild)

Forschungsbasierte Schulentwicklung: Land fördert neues Kompetenzzentrum

Niedersachsen stärkt die empirische Bildungsforschung, um die Qualität des Unterrichts und die Ausbildung von Lehrkräften systematisch zu verbessern.

Zu diesem Zweck erhält ein neu gegründetes »Zentrum für Empirische Bildungsforschung« (ZEB) eine Förderung in Höhe von 5,8 Millionen Euro. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse enger mit der schulischen Praxis zu verzahnen und datengestützte Lösungen für aktuelle Herausforderungen im Bildungssystem zu entwickeln.

Interdisziplinäre Vernetzung für den Praxistransfer

Das ZEB ist als Verbundprojekt der Universitäten Lüneburg, Oldenburg und Vechta konzipiert. Durch die Bündelung von Expertise aus verschiedenen Fachbereichen soll eine Plattform entstehen, die den...

08.02.2026

Weiterbildung zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Themenkreis Weiterbildung und Lernen (Symbolbild)

Lebenslanges Lernen wird zur Schlüsselstrategie für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands

Der tiefgreifende wirtschaftliche, technologische und gesellschaftliche Wandel zwingt Politik, Betriebe und Individuen dazu, Weiterbildung neu zu organisieren. Nicht punktuelle Qualifizierung, sondern kontinuierliche Kompetenzentwicklung entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit, soziale Teilhabe und berufliche Souveränität. Die zentrale Herausforderung besteht darin, den hohen politischen Anspruch endlich in eine breite, gerechte Beteiligung zu übersetzen.

Weiterbildung als strategische Notwendigkeit

Disruptive Technologien, Digitalisierung und demografische Verschiebungen verändern Arbeitsmärkte schneller als je zuvor. Lebenslanges Lernen entwickelt sich damit von einer individuellen Option zu einer...

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