Nachrichten überregional

09.04.2026

School Fun: Den Ursachen der Lernfreude auf der Spur

Themenkreis Frühe Bildung und Schule (Symbolbild)

Bedingungen für dauerhafte Lernfreude im Fokus der Forschung

Die emotionale Bindung zum Lernstoff entscheidet maßgeblich über den Bildungserfolg und die Leistungsentwicklung in der Schule. Um die sozialen und strukturellen Ursachen für eine positive Lernhaltung zu identifizieren, startet das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) im April das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt »School Fun«.

Die Untersuchung konzentriert sich darauf, wie das Zusammenspiel von Schule und Familie die Freude am Lernen langfristig sichert.

Bedeutung positiver Emotionen für den Bildungserfolg

Eine ausgeprägte Freude am Wissenserwerb korreliert eng mit der Anwendung effizienter Strategien und der Fähigkeit zur Selbstregulation. Lernende, die mit Begeisterung am Unterricht...

09.04.2026

ICILS-Studie nimmt in Deutschland unter neuer Leitung die Arbeit auf

DIPF 11

Die Arbeiten an der vierten Ausgabe der »International Computer and Information Literacy Study« (ICILS) in Deutschland sind gestartet.

Die Studie erhebt seit 2013 alle fünf Jahre den Stand der digitalen Kompetenzen von Jugendlichen der Jahrgangsstufe 8 im internationalen Vergleich. Zugleich werden zentrale Kontextinformationen erfasst – etwa zur technischen Ausstattung oder zu den Einstellungen in Bezug auf das Lernen mit digitalen Medien. Die Verantwortung für die Durchführung in Deutschland übernimmt das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation in einem Verbund mit der Ruhr-Universität Bochum. Die neuen Befunde werden 2029 veröffentlicht.

»Für die gesellschaftliche Teilhabe in einer digitalisierten Welt ist es von maßgeblicher Bedeutung, wie sicher und...

09.04.2026

Partizipation als Motor: Wie KI und Mitbestimmung Hand in Hand gehen

Themenkreis KI, Digitalisierung, Digitale Transformation (Symbolbild)

Studie des Weizenbaum-Instituts zeigt zentrale Rolle der Mitbestimmung durch Arbeitnehmende

Synergien zwischen technologischer Innovation und demokratischer Teilhabe

Die erfolgreiche Integration von Systemen der Künstlichen Intelligenz (KI) in den betrieblichen Alltag ist untrennbar mit der aktiven Einbeziehung der Belegschaft verbunden.

Eine aktuelle Analyse des Weizenbaum-Instituts arbeitet heraus, dass eine frühzeitige und umfassende Mitbestimmung durch Arbeitnehmende die Akzeptanz neuer Technologien signifikant steigert und die Qualität der Arbeitsergebnisse verbessert.

In Betrieben, in denen demokratische Teilhabeprozesse etabliert sind, wird KI seltener als Bedrohung, sondern vielmehr als unterstützendes Werkzeug wahrgenommen. Dieser Zusammenhang bildet das Fundament für eine...

08.04.2026

Lebenslanges Lernen als Antwort auf den demografischen Wandel

Themenkreis Demografie und Alternde Belegschaften (Symbolbild)

Bildung kennt kein Alter: UNESCO-Studie zum Reskilling ab 50

Die globale Alterung der Gesellschaft erfordert eine grundlegende Neuausrichtung der Bildungssysteme, um die soziale und ökonomische Teilhabe älterer Erwachsener dauerhaft zu sichern.

Ein aktueller Forschungsbericht des UNESCO Institute for Lifelong Learning (UIL) und der Shanghai Open University analysiert Strategien zur beruflichen Neuorientierung (»Reskilling«) und zur Erweiterung bestehender Kompetenzen (»Upskilling«) in fünf verschiedenen Ländern.

Dabei zeigt sich, dass lebenslanges Lernen weit über rein wirtschaftliche Notwendigkeiten hinausgeht; es ist ein Instrument zur Selbstverwirklichung, zur Förderung der kognitiven Gesundheit und zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Strategische Ansätze in der...

08.04.2026

Wissenschaftliche Zuverlässigkeit durch Transparenz bei der Datenanalyse

Themenkreis Wissenschaft und Forschung (Symbolbild)

Variabilität in der Forschung: Warum Datenanalysen trotz identischer Basis divergieren

Die Zuverlässigkeit sozial- und verhaltenswissenschaftlicher Ergebnisse hängt maßgeblich von den individuellen methodischen Entscheidungen der Forschenden ab.

Eine internationale Untersuchung unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) belegt, dass identische Datensätze bei der Bearbeitung durch verschiedene Teams zu voneinander abweichenden Schlussfolgerungen führen können.

Die in der Fachzeitschrift »Nature« publizierte Studie mit dem Titel »Investigating the analytical robustness of the social and behavioural sciences« rückt damit die sogenannte analytische Variabilität in den Fokus der wissenschaftspolitischen Debatte. Objektivität resultiert demnach...

08.04.2026

GenKI in der Ausbildung: Effizienzgewinn oder Kompetenzverlust?

Themenkreis Wissenschaft und Forschung (Symbolbild)

Ambivalenz der Algorithmen: Ergebnisse zur KI-Nutzung an schweizerischen Berufsschulen

Die Integration generativer Künstlicher Intelligenz (GenKI) in den Unterricht an Berufsfachschulen führt zu einer ambivalenten Wahrnehmung des Lernerfolgs. Während Lernende bei häufiger Nutzung subjektiv von verbesserten Lernergebnissen berichten, deutet die Datenlage gleichzeitig auf eine Abnahme des tatsächlichen Lernaufwands durch unzulässige Hilfsmittel hin.

Eine aktuelle Untersuchung der Universität Zürich und der Eidgenössischen Hochschule für Berufsbildung (EHB) an fünf Schweizer Berufsfachschulen zeigt auf, dass der Bildungserfolg maßgeblich davon abhängt, ob die Technologie zur kognitiven Aktivierung oder lediglich zur Entlastung von Denkprozessen eingesetzt wird.

Spannungsfeld zwischen...

07.04.2026

Defizite beim betrieblichen Wissenstransfer gefährden Wettbewerbsfähigkeit

Themenkreis HR und Personalführung (Symbolbild)

Hernstein Management Report: 60 Prozent der Führungskräfte beobachten mangelnden Wissenstransfer

Der Verlust von wertvollem Fachwissen stellt Unternehmen in Deutschland und Österreich vor wachsende Herausforderungen. Laut dem aktuellen Hernstein Management Report berichten rund 60 Prozent der Führungskräfte von erheblichen Schwierigkeiten bei der Weitergabe von Expertise an nachfolgende Personen oder innerhalb des Kollegiums.

Diese Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.600 Führungspersönlichkeiten unterstreichen die Notwendigkeit, informelle Lernprozesse durch strukturelle Maßnahmen abzusichern.

Ursachen für mangelnde Wissenssicherung

Ein zentraler Grund für den stockenden Informationsfluss liegt in der unzureichenden institutionellen Verankerung der Wissensweitergabe. Oft bleibt...

04.04.2026

Monatsrückblick 2026-03

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März 2026 - Monatsrückblick Artikel und Themen

Unsere Artikel analysierten im März die tiefgreifenden Herausforderungen im Bildungswesen für 2026 und die aktuelle Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes.

Ein weiterer zentraler Fokus lag auf der Integration künstlicher Intelligenz in die Berufswelt sowie der dringenden Notwendigkeit einer gezielten Weiterbildung, um den digitalen Strukturwandel zu bewältigen. Parallel dazu thematisierten wir die anhaltende soziale Bildungsungleichheit und die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Fachkräftesicherung.

Auch die berufliche Gleichstellung von Frauen und die Modernisierung der Lehrkräfteausbildung wurden als essenzielle Faktoren für eine stabile wirtschaftliche Zukunft hervorgehoben. Insgesamt skizzierten die Berichte eine Arbeitswelt...

04.04.2026

Monatsrückblick 2026-03 (Podcast)

BS Logo kl 220

März 2026 - Monatsrückblick im Podcast

Die Zusammenfassung unserer BildungsSpiegel-Beiträge im März beleuchtet die aktuelle Dynamik auf dem deutschen Arbeitsmarkt sowie tiefgreifende Entwicklungen im Bildungswesen.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Integration künstlicher Intelligenz, die sowohl innovative Chancen als auch neue regulatorische Anforderungen für Unternehmen und Bildungseinrichtungen schafft.

Die Artikel thematisieren zudem die anhaltende Bildungsungleichheit, bei der die soziale Herkunft oft noch immer über den beruflichen Erfolg entscheidet. Parallel dazu werden demografische Herausforderungen und die steigende Bedeutung von flexiblen Arbeitszeitmodellen sowie lebenslangem Lernen analysiert.

Insgesamt zeichnen unsere Meldungen das Bild einer Gesellschaft im Umbruch, die...

01.04.2026

KI-Transformation: Warum Weiterbildung für Frauen jetzt zur Priorität wird

Themenkreis Weiterbildung und Lernen (Symbolbild)

Geschlechtergerechte Weiterbildung als Antwort auf den digitalen Wandel 

Die Einführung generativer Künstlicher Intelligenz (KI) wird die Arbeitswelt tiefgreifend wandeln, betrifft Frauen und Männer jedoch in ähnlichem Maße.

Eine aktuelle Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und des Indeed Hiring Labs, veröffentlicht im »DIW Wochenbericht« (14+15/2026), zeigt auf Basis von Millionen Stellenanzeigen, dass sich kein eindeutiges geschlechtsspezifisches Muster bei der beruflichen Transformation abzeichnet.

Entscheidend für die berufliche Zukunft ist demnach weniger das Geschlecht als vielmehr die individuelle Fähigkeit, die neuen Technologien effizient zu nutzen.

KI-Transformation unabhängig vom Geschlechteranteil

Die Untersuchung von knapp 3.000 beruflichen...

01.04.2026

Strukturreform der Lehrkräftebildung: Der Quereinstieg als Qualitätsmodell

Themenkreis Frühe Bildung und Schule (Symbolbild)

Strategien gegen den Lehrkräftemangel: Professionalisierung des Quereinstiegs

Der Stifterverband legt Empfehlungen für den Seiteneinstieg ins Lehramt vor und bietet klare Handlungsempfehlungen für eine qualitätssichere Umsetzung des Seiteneinstiegs. Dadurch soll der Berufswechsel ins Lehramt als seriöser und professionell begleiteter Karriereweg langfristig abgesichert werden.

Der Lehrkräftemangel an deutschen Schulen erfordert eine systematische Neuausrichtung der Rekrutierungs- und Qualifizierungswege, um die Unterrichtsqualität langfristig zu sichern. Der Fokus verschiebt sich dabei zunehmend von kurzfristigen Notlösungen hin zu einer strukturellen Etablierung des Berufswechsels in das Lehramt als gleichwertige Säule der Personalentwicklung.

Durch bundesweit vergleichbare Standards und...

01.04.2026

Finanzielle Zusatzförderung steigert Bildungsgerechtigkeit im Erasmus-Programm

Themenkreis Studium und Lehre (Symbolbild)

Finanzielle Sicherheit als Basis für internationale Studienerfahrungen

Die Ausweitung der finanziellen Unterstützung für Studierende mit geringeren Chancen führt zu einer signifikanten Verbreiterung des Teilnehmendenspektrums im Erasmus-Programm. Aktuelle Erhebungen belegen, dass insbesondere die monatlichen Zusatzbeträge (Top-ups) in Höhe von 250 Euro Barrieren für Personen aus nicht-akademischen Elternhäusern sowie für Studierende mit Erwerbstätigkeit wirksam reduzieren.

Diese Form der Unterstützung ermöglicht es Zielgruppen, die zuvor aus ökonomischen Gründen von Auslandserfahrungen Abstand nahmen, die Vorteile der europäischen Mobilität zu nutzen.

Strukturelle Wirkung der sozialen Inklusion

Die Analyse der Befragungsdaten verdeutlicht eine Verschiebung in der Teilnehmendenstruktur. Während...

01.04.2026

Zwischen Homeoffice und Büro: Die Kunst der vorgetäuschten Betriebsamkeit

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

Präsenzkultur führt zu Inszenierung von Produktivität

Eine aktuelle Untersuchung der Job-Plattform »Indeed« in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut »Appinio« beleuchtet ein verbreitetes Phänomen in der deutschen Arbeitswelt: Zwei Drittel der Beschäftigten geben an, ihre berufliche Leistungsfähigkeit gezielt zu inszenieren.

Diese Entwicklung steht in engem Zusammenhang mit einer Unternehmenskultur, die physische Anwesenheit und Sichtbarkeit oft höher bewertet als messbare Ergebnisse.

Ursachen für das »Productivity Theater«

Die Erhebung unter 1.000 hybrid arbeitenden Büroangestellten verdeutlicht eine Diskrepanz zwischen Leistungsbewertung und tatsächlichem Output. Rund 56 Prozent der Befragten vertreten die Auffassung, dass Arbeitgeber die Präsenz vor Ort stärker gewichten...

01.04.2026

Projekt TyMin: Neues Verfahren zur Messung von Lehrerüberzeugungen

Themenkreis Wissenschaft und Forschung (Symbolbild)

Von der Theorie zur Statistik: Implizites Lehrerwissen messbar machen

Die wissenschaftliche Erfassung pädagogischer Grundhaltungen bei Lehrkräften in den Geisteswissenschaften steht im Zentrum eines neuen Forschungsvorhabens.

Das Projekt mit dem Titel »TyMin« zielt darauf ab, ein innovatives Messinstrument zu entwickeln, um individuelle Vorstellungen über die Beschaffenheit von Wissen und die Gestaltung von Lernprozessen systematisch zu analysieren. Damit soll eine Forschungslücke geschlossen werden, die im Vergleich zu naturwissenschaftlichen Fachbereichen bislang bestand.

Erfassung epistemologischer Überzeugungen

Im Fokus der Untersuchung stehen die sogenannten epistemologischen Überzeugungen. Dieser Fachbegriff bezeichnet die subjektiven Ansichten von Lehrkräften darüber, was Wissen...

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