Nachrichten überregional
30.01.2026
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Januar 2026
BA: »Jahreszeitlich üblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit«
»Derzeit gibt es nur wenig Dynamik am Arbeitsmarkt. Zum Jahresbeginn hat die Arbeitslosigkeit aus jahreszeitlichen Gründen deutlich zugenommen und damit auch wieder die Marke von drei Millionen überschritten«, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.
- Arbeitslosenzahl im Januar: +177.000 auf 3.085.000
- Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +92.000
- Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,4 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent
Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit
Aufgrund der Winterpause ist die Arbeitslosigkeit im Januar 2026 um 177.000 auf 3.085.000 gestiegen. Saisonbereinigt blieb sie gegenüber dem Vormonat...
30.01.2026
CHECK Studienfinanzierung 2026: Der schleichende Abschied vom staatlichen Fördersystem
Krise der staatlichen Studienunterstützung: Nur jede siebte Person nutzt öffentliche Fördermittel
Staatliche Instrumente zur Studienfinanzierung verlieren in Deutschland massiv an Bedeutung. Wie die eine CHE-Auswertung (»CHECK Studienfinanzierung 2026«) belegt, nehmen derzeit nur noch 15,1 Prozent der Studierenden Leistungen wie BAföG, staatliche Stipendien oder Studienkredite in Anspruch.
Damit ist die Quote im Vergleich zum Vorjahr erneut um 1,7 Prozentpunkte gesunken. Die große Mehrheit von rund 85 Prozent der Studierenden ist somit auf private Quellen wie die Unterstützung durch Eltern, eigene Erwerbstätigkeit oder Ersparnisse angewiesen.
Struktureller Bedeutungsverlust des BAföG
Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) bleibt zwar das wichtigste staatliche Instrument, erreicht...
30.01.2026
Erwerbsarbeit: Freiwillige Arbeitszeitreduzierung prägt deutschen Arbeitsmarkt
Geschlechtercheck Teilzeit: Frauen pflegen, Männer bilden sich fort
Der Anteil der Erwerbstätigen in Teilzeit liegt in Deutschland bei 30,6 Prozent, wobei individuelle Präferenzen die Hauptrolle bei der Entscheidung für reduzierte Arbeitsstunden spielen.
Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für das Jahr 2024 gaben 27,9 Prozent der insgesamt 13,1 Millionen Teilzeitbeschäftigten den eigenen Wunsch als primären Grund an. Damit bildet die persönliche Entscheidung das häufigste Motiv für die Reduzierung der Erwerbsarbeit, noch vor familiären Verpflichtungen oder Qualifizierungsmaßnahmen.
Geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Motivlagen
Trotz der Dominanz freiwilliger Reduzierung zeigen sich signifikante Diskrepanzen zwischen den Geschlechtern. Während bei Frauen der...
30.01.2026
Erwerbstätigkeit im Dezember 2025 leicht rückläufig
Im Dezember 2025 waren rund 45,9 Millionen Menschen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig.
Stagnation am Arbeitsmarkt: Erwerbstätigkeit zum Jahresende 2025 rückläufig
Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist im Dezember 2025 leicht gesunken und setzt damit einen seit dem Spätsommer beobachtbaren Abwärtstrend fort.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren rund 45,9 Millionen Personen erwerbstätig, was saisonbereinigt einem Rückgang von 5.000 Erwerbstätigen gegenüber dem Vormonat entspricht.
Damit bleibt die Dynamik am Arbeitsmarkt schwach, nachdem bereits von Mai bis November ein durchschnittlicher monatlicher Rückgang von 11.000 Personen verzeichnet worden war.
Deutlicher Rückgang im Vorjahresvergleich
Der Vergleich mit dem Vorjahr verdeutlicht die aktuelle Schwächephase. Im...
30.01.2026
Wandel im Berufsverständnis: Das Ende der klassischen Karriere
Mehrheit der Beschäftigten hält eine klassische Karriere für veraltet
Die traditionelle Vorstellung einer linearen Karriere verliert in der modernen Arbeitswelt massiv an Bedeutung. Aktuelle Daten des Randstad Arbeitsbarometers belegen, dass eine deutliche Mehrheit der Beschäftigten den klassischen Aufstiegspfad innerhalb von Hierarchien als überholt betrachtet.
An die Stelle des kontinuierlichen Strebens nach Führungspositionen treten individuelle Prioritäten wie die Balance zwischen Privatleben und Beruf sowie die persönliche Zufriedenheit in der aktuellen Rolle.
Abkehr von hierarchischen Aufstiegsmodellen
Die statistische Auswertung zeigt, dass 63 Prozent der in Deutschland befragten Erwerbstätigen das herkömmliche Karrieremodell als nicht mehr zeitgemäß einstufen. International liegt dieser...
30.01.2026
BA-X (1/2026): Zu Jahresbeginn leichter Rückgang der Kräftenachfrage
BA-Stellenindex für Deutschland im Januar 2026
Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X), ein saisonbereinigter Indikator für die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland, ist von Dezember 2025 auf Januar 2026 um einen Punkt auf 100 Punkte gesunken und lag damit um 5 Punkte unter seinem Vorjahreswert.
Die Schwankungen des BA-X in den letzten Monaten sind auf Großaufträge zurückzuführen. Insgesamt pendelt sich der Index etwa auf dem Jahresdurchschnitt 2015 ein, der als Referenzwert festgelegt wurde.
Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen ist gegenüber dem Januar 2025 in den meisten Wirtschaftszweigen gesunken und zwar zum Teil in zweistelliger prozentualer Höhe. Ausnahmen sind der öffentliche Bereich, Banken, Finanzen und Versicherung, Qualifizierte Unternehmensdienstleistungen, das...
29.01.2026
IAB-Arbeitsmarktbarometer 1/26: Arbeitsmarktausblick ohne Kraft
Arbeitsmarkt stabil – Aufschwung bleibt weiter aus
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer verharrt im Januar den sechsten Monat in Folge oberhalb der neutralen Marke von 100 Punkten. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung erreicht 100,1 Punkte und liegt damit nur minimal unter dem Wert des Vormonats. Die Lage am Arbeitsmarkt zeigt sich stabil, ein spürbarer Aufschwung bleibt jedoch aus.
Beschäftigung leicht im Plus
Die Beschäftigungskomponente des Barometers entwickelt sich etwas positiver. Sie steigt im Januar um 0,2 Punkte auf 100,5 Punkte. Damit signalisiert der Indikator weiterhin leicht positive Beschäftigungsaussichten.
Die Entwicklung verdeutlicht, dass sich der Arbeitsmarkt insgesamt behauptet, auch wenn insbesondere die industrielle Schwäche einen stärkeren...
29.01.2026
»Stadt, Land, Bildung«: Ein detaillierter Blick auf Deutschlands Bildungslandschaft
Stadt oder Land: Wo haben junge Menschen die besseren Chancen auf gute Bildung?
Der Bericht »Stadt, Land, Bildung« der Deutschen Telekom Stiftung analysiert auf Basis einer Repräsentativbefragung des Instituts für Demoskopie Allensbach die Bildungssituation in Deutschland.
Die zentrale Erkenntnis der Studie ist eine überwiegend positive Einschätzung der Bildungschancen durch Bürgermeister*innen, Schulleitungen und Eltern, ungeachtet regionaler Unterschiede zwischen urbanen und ländlichen Räumen. Dennoch zeigen sich bei den strukturellen Rahmenbedingungen und spezifischen Herausforderungen deutliche Disparitäten, die eine regional differenzierte Bildungspolitik erforderlich machen.
Strukturelle Unterschiede und Standortvorteile
Während die grundsätzliche Bildungsqualität in beiden...
29.01.2026
Dynamik der KI-Integration an deutschen Hochschulen
KI-Nutzung in Studium und Lehre
Die Nutzung generativer Künstlicher Intelligenz (GenKI) hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem festen Bestandteil des Studienalltags an deutschen Hochschulen entwickelt. Während Studierende die Technologie bereits intensiv für Lernprozesse und Textarbeit adaptieren, zeigen Lehrende und Institutionen eine abwartende Haltung.
Ein systematisches Review des Hochschulforums Digitalisierung verdeutlicht nun die Diskrepanz zwischen pragmatischer Anwendung und fehlenden strukturellen Rahmenbedingungen.
Verbreitung und Anwendungsmuster im Studium
Der Anteil der Studierenden, die KI-Systeme überhaupt nicht nutzen, nimmt kontinuierlich ab und liegt in aktuellen Erhebungen nur noch im einstelligen Prozentbereich.
Die Nutzungsintensität variiert dabei stark nach...
29.01.2026
Einstellungen zum Lebenslangen Lernen in der Bevölkerung
Finanzielle Hürden und Informationsdefizite bremsen die Weiterbildung in Deutschland
Subjektive Einstellungen, die soziale Herkunft sowie ein ausgeprägter Mangel an Wissen über rechtliche Ansprüche bestimmen maßgeblich, ob Menschen in Deutschland an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen.
Eine aktuelle Studie der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Hans-Böckler-Stiftung verdeutlicht, dass das Interesse an lebenslangem Lernen zwar breit verankert ist, die tatsächliche Beteiligung jedoch oft an strukturellen Barrieren scheitert. Besonders auffällig ist die Diskrepanz zwischen dem vorhandenen Lerninteresse bei älteren Personen sowie Menschen mit Migrationshintergrund und deren tatsächlicher Einbindung in formale Angebote.
Strukturelle Ungleichheit und das »Matthäusprinzip«
Die Studie bestätigt die...
28.01.2026
Zahl der Engpassberufe ist rückläufig
Die Zahl der Engpassberufe war den vergangenen Jahren rückläufig. Während im Jahr 2022 noch 200 Engpassberufe ausgewiesen wurden, waren es Jahr 2023 noch 183 und im Jahr 2024 noch 163.
Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage.
Auch durch die Qualifizierung und Weiterbildung von Arbeitslosen und Beschäftigten habe sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Engpassberufen zuletzt überdurchschnittlich erhöht. Während die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten insgesamt im Juni 2025 zum Vorjahr um rund 0,1 Prozent gestiegen sei, habe sich ihre Zahl in Engpassberufen um 0,5 Prozent erhöht, wie es in der Antwort weiter heißt.
Am stärksten erhöhte sich die Beschäftigung den Angaben zufolge in Engpassberufen bei Personen aus Drittstaaten (+11,5...
28.01.2026
Rekordwert: Frauenanteil in MINT-Studiengängen steigt auf 36 Prozent
Aufwärtstrend bei Frauen in MINT-Studiengängen erreicht neuen Höchststand
Der Anteil weiblicher Studierender in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) hat im Studienjahr 2024 ein Rekordniveau erreicht.
Nach aktuellen Destatis-Daten entfielen 36 Prozent der Erstsemester in diesen Fachrichtungen auf Frauen. Dieser Zuwachs unterstreicht eine langfristige Entwicklung, da die Quote zehn Jahre zuvor noch bei 31 Prozent lag. Trotz der positiven Tendenz im Hochschulsektor bleibt die Geschlechterverteilung in der beruflichen Ausbildung weitgehend stabil auf einem niedrigeren Niveau.
Strukturelle Entwicklung und fachspezifische Unterschiede
Obwohl Frauen insgesamt 52 Prozent aller Studienanfänger*innen stellen, wählen sie MINT-Fächer weiterhin seltener als...
28.01.2026
Arbeitsmarkt 2024: Bildung und Tätigkeit passen nicht immer zusammen
Bildungsadäquanz auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Junge Fachkräfte häufig überqualifiziert
Rund 15 Prozent der Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 34 Jahren verfügen über einen Bildungsabschluss, der über den Anforderungen ihrer aktuellen Tätigkeit liegt.
Wie das Statistische Bundesamt auf Basis der Arbeitskräfteerhebung 2024 meldet, korrespondiert bei der Mehrheit von 78 Prozent der jungen Beschäftigten die Qualifikation mit dem ausgeübten Beruf. Lediglich sieben Prozent sind formal unterqualifiziert.
Diese Diskrepanzen weisen auf strukturelle Herausforderungen bei der effizienten Nutzung von Humankapital hin und haben weitreichende bildungspolitische Implikationen.
Geschlechtsspezifische Unterschiede und Qualifikationsniveaus
Bei der Betrachtung der Geschlechterrollen zeigt sich eine ungleiche...
27.01.2026
Empowerment statt Bürokratie: Schlüssel für eine gelungene Transformation
Widersprüche im Paradigmenwechsel: Die Transformation aus Sicht der Belegschaft
Der Erfolg des sozial-ökologischen Umbaus der Wirtschaft hängt maßgeblich von der konsequenten Umsetzung neuer Unternehmensstrategien ab, nicht von einer mangelnden Veränderungsbereitschaft der Angestellten.
Eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung widerlegt die These einer »German Angst«, nach der Beschäftigte Neuerungen grundsätzlich skeptisch gegenüberstünden. Tatsächlich erleben 48 Prozent der Befragten eine starke Veränderungsdynamik in ihrem Arbeitsumfeld. Während eine deutliche Mehrheit der Transformation ambivalent, aber offen gegenübersteht, gefährden vor allem inkonsequente Managemententscheidungen und strukturelle Widersprüche die Motivation der Belegschaft.
