Nachrichten überregional
20.01.2026
Arbeit im Ruhestand: Trend mit strukturellen Grenzen
Erwerbstätigkeit im Rentenalter nimmt deutlich zu
Immer mehr Menschen arbeiten auch nach dem regulären Renteneintritt weiter. Innerhalb eines Jahrzehnts ist die Erwerbstätigenquote der 65- bis 69-Jährigen in Deutschland stark gestiegen.
Gleichzeitig zeigt sich: Der Beitrag dieser Gruppe zur Entlastung des Arbeitsmarkts bleibt überschaubar. Kurze Arbeitszeiten, soziale Ungleichheiten und institutionelle Hürden begrenzen das Potenzial.
Jede fünfte Person zwischen 65 und 69 Jahren ist erwerbstätig
Zwischen 2013 und 2023 ist der Anteil erwerbstätiger Personen im Alter von 65 bis 69 Jahren von 13 auf 20 Prozent gestiegen. Damit ist inzwischen jede fünfte Person dieser Altersgruppe beruflich aktiv.
Der Trend verweist auf veränderte Erwerbsbiografien, bessere Gesundheit im Alter und einen...
20.01.2026
Mehr Vielfalt im Klassenzimmer: Trend zur Einwanderungsgeschichte hält an
Migrationshintergrund an Schulen: 29 Prozent der Schüler, 11 Prozent der Lehrer
Der Anteil von Personen mit einer »Einwanderungsgeschichte« in der deutschen Schülerschaft sowie im Lehrkörper ist innerhalb der vergangenen fünf Jahre kontinuierlich gestiegen.
Aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes zum Internationalen Tag der Bildung belegen jedoch eine deutliche Diskrepanz in der personellen Zusammensetzung: Während 2024 fast ein Drittel der Lernenden einen Migrationshintergrund aufweist, ist dies nur bei etwa jeder zehnten Lehrkraft der Fall.
Eine Person verfügt laut Definition über eine »Einwanderungsgeschichte«, sofern sie selbst oder beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland zugewandert sind.
Strukturelle Unterschiede zwischen Schülerschaft und Kollegien
Im Jahr 2024 verfügten...
20.01.2026
»Weiterbildungswege«: Neue IWWB-Serie bietet Orientierung für die Karriere
Strategische Karriereplanung durch praxisnahe Qualifizierung
Das InfoWeb Weiterbildung (IWWB) führt den neuen Informationsbereich »Weiterbildungswege« ein, um die berufliche Entwicklung durch konkrete Praxisbeispiele zu unterstützen.
Ziel des Angebots ist es, individuelle Karrieren durch gezielte Bildungsmaßnahmen zu fördern und die Beschäftigungsfähigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt langfristig zu sichern.
Das Format liefert Impulse für unterschiedliche Qualifikationsstufen und zeigt in der ersten Folge auf, wie der Aufstieg in zukunftsrelevante Sektoren gelingt.
Gesellschaftlicher Wandel und Bildungserfordernisse
Der technologische Fortschritt verändert die Anforderungen am Arbeitsplatz grundlegend. Wissen veraltet in immer kürzeren Zyklen, was eine kontinuierliche Anpassung der...
19.01.2026
KI verdrängt Routine: Die neue Rolle von Nachwuchskräften in der Wirtschaft
Fokus auf Soft Skills und KI: Neue Anforderungen für Berufseinsteiger*innen
In der deutschen Wirtschaft gewinnen soziale Kompetenzen und der Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) bei der Rekrutierung von Nachwuchskräften massiv an Bedeutung.
Während fachliche Grundlagen weiterhin Voraussetzung bleiben, priorisieren Unternehmen zunehmend die überfachlichen Fähigkeiten der Bewerber*innen. Gleichzeitig zeichnet sich ein struktureller Wandel ab, da 40 Prozent der Betriebe planen, klassische Einstiegstätigkeiten in den kommenden drei Jahren durch KI-Anwendungen zu ersetzen.
Trotz dieser Automatisierungswelle bleibt der Bedarf an Nachwuchskräften bei der Mehrheit der Unternehmen stabil.
Soziale Kompetenzen als entscheidender Faktor
Der aktuelle Arbeitsmarkt fordert von Berufseinsteiger*innen...
19.01.2026
Exklusivität oder Ergänzung? Die Rolle der Privatschulen im Bildungssystem
12 Prozent der allgemeinbildenden Schulen sind Privatschulen
Expansionskurs des privaten Schulsektors in Deutschland
Die Landschaft der allgemeinbildenden Schulen in Deutschland erfährt einen strukturellen Wandel, der durch ein stetiges Wachstum des privaten Sektors geprägt ist.
Aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes belegen, dass im Schuljahr 2024/25 bereits jede achte Bildungseinrichtung in privater Trägerschaft geführt wurde. Mit rund 3.800 Standorten entspricht dies einem Anteil von 12 Prozent am Gesamtschulwesen.
Während die Zahl der Privatschulen innerhalb der letzten Dekade um 7 Prozent zunahm, verzeichneten öffentliche Schulen im gleichen Zeitraum einen Rückgang um knapp 4 Prozent auf etwa 29.000 Einrichtungen.
Konstanz bei den Lernendenzahlen trotz Schulwachstum
Trotz der...
19.01.2026
Orientierung im Bildungsmarkt: Die besten Weiterbildungsanbieter 2026
Karriere durch Qualität: Das neue Ranking der Bildungsbranche
In der umfassenden Marktuntersuchung des SZ-Instituts und des Forschungsinstituts SWI Finance wurden die Spitzenreiter der beruflichen Weiterbildung für das Jahr 2026 identifiziert.
Die Ergebnisse basieren auf einer detaillierten Auswertung von über 3.700 Kundenurteilen und mehr als 24.000 Nennungen in sozialen Medien, was eine hohe Validität der Daten gewährleistet.
Spitzenreiter in der Management- und Fachausbildung
Die Auswertung differenziert nach verschiedenen Schwerpunkten der Bildungslandschaft. Im Bereich der Management-Lehrgänge konnten sich renommierte Institutionen wie die BeckAkademie, die Haufe Akademie und das Management Forum Starnberg an der Spitze positionieren. Diese Anbieter zeichnen sich durch eine...
16.01.2026
Wissenschaftssektor unter Druck: Sinkende Investitionen in FuE
Stagnation bei Innovationen gefährdet Wettbewerbsfähigkeit
Deutschland verliert bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) im internationalen Vergleich massiv an Boden. Während führende Industrienationen wie die USA, Japan und Südkorea ihre Budgets deutlich aufstocken, verharren die preisbereinigten Ausgaben hierzulande seit dem Jahr 2019 auf einem stagnierenden Niveau.
Dieser Trend bedroht die technologische Souveränität und die langfristige Stabilität des Wirtschaftsstandorts.
Internationaler Vergleich offenbart Investitionslücke
Die aktuellen Daten von »KfW Research« zeigen eine deutliche Diskrepanz in der globalen Dynamik. In China stiegen die realen FuE-Ausgaben der Unternehmen seit 2019 um 43 Prozent, in den USA um 25 Prozent und in Südkorea um 21 Prozent. Im...
16.01.2026
Zukunftsfrage Digitalisierung: Wer nimmt die Älteren mit?
Digitale Teilhabe entscheidet über gesellschaftliche Inklusion
Digitale Teilhabe ist zur Voraussetzung für soziale, wirtschaftliche und demokratische Mitwirkung geworden. Zentrale Alltagsleistungen – vom Deutschlandticket über Behördengänge bis zur medizinischen Versorgung – sind zunehmend digital organisiert oder ausschließlich online verfügbar.
Für ältere Menschen bedeutet das: Ohne Internetzugang und digitale Handlungskompetenz gerät die selbstbestimmte Lebensführung unter Druck. Digitale Souveränität im Alter ist damit kein individuelles Extra, sondern Teil staatlicher Daseinsvorsorge.
Internetnutzung der Generation 65+: Deutlicher Anstieg, aber kein Durchbruch
Die Internetnutzung der über 65-Jährigen ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Während 2014 nur 38 Prozent dieser...
15.01.2026
So lebt und lernt Deutschland
NEPS sucht ab Januar 2026 neue Teilnehmende für die Erwachsenenkohorte
Ein neuer Schritt in der empirischen Bildungsforschung ist der Start der Rekrutierung für die neue Erwachsenenkohorte des Nationalen Bildungspanels (NEPS) am 13. Januar 2026.
Das Design der Studie »So lebt und lernt Deutschland«: Das am LIfBi in Bamberg angesiedelte NEPS ist eine der weltweit größten Langzeitstudien. Die neue Rekrutierungswelle zielt auf 8.000 Personen im Alter von 21 bis 50 Jahren (Geburtskohorten 1975–2004). Die Auswahl erfolgt streng zufällig über die Einwohnermeldeämter, was die Repräsentativität sichert.
Der Paradigmenwechsel zum »Lebenslangen Lernen«: Warum ist diese Kohorte so wichtig?
Traditionelle Bildungsforschung konzentrierte sich oft auf die Schule und den Übergang in den Beruf. Die Phase...
15.01.2026
Akademische Talentförderung: Moderater Zuwachs und strukturelle Verschiebungen
Begabtenförderung im Wandel: Zwischen Chancengerechtigkeit und Exzellenz
Der Anteil der durch Begabtenförderungswerke unterstützten Studierenden in Deutschland ist innerhalb der letzten Dekade geringfügig angewachsen.
So stieg die Quote der Geförderten von 1,0 Prozent im Jahr 2015 auf 1,1 Prozent im Jahr 2024. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.
Damit bleibt die Zielvorgabe, mindestens ein Prozent der Studierenden durch Stipendien zu unterstützen, weiterhin der maßgebliche bildungspolitische Orientierungsrahmen. Während die absolute Zahl der Stipendiaten auf über 31.400 anstieg, zeigt sich im Bereich der Promotionen eine gegenläufige Tendenz mit sinkenden Förderquoten.
Diversität und fachspezifische...
15.01.2026
Wie die Aufnahme von Geflüchteten die Wirtschaft belebt
Impulse für lokales Gründungswesen und Beschäftigung
Der Zuzug von Geflüchteten wirkt als signifikanter Katalysator für die wirtschaftliche Aktivität in deutschen Landkreisen. Eine aktuelle Untersuchung des ifo Instituts belegt, dass eine steigende Zahl an Schutzsuchenden nicht nur die Anzahl der Gewerbeanmeldungen erhöht, sondern auch maßgeblich zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beiträgt.
Überraschenderweise werden diese neuen Unternehmen primär von der lokalen Bevölkerung und weniger von den zugewanderten Personen selbst initiiert.
Mechanismen der wirtschaftlichen Belebung
Die ökonomischen Impulse lassen sich auf zwei wesentliche Faktoren zurückführen. Zum einen entsteht durch die Zunahme der Bevölkerung ein unmittelbarer Bedarf an spezifischen Dienstleistungen und Gütern.
Sebastian Schirner vom ifo...
14.01.2026
Der Weg zur sicheren Datengesellschaft: Der Regierungsentwurf zum DGG
Strategischer Rahmen für die europäische Datennutzung: Das neue Daten-Governance-Gesetz
Die Bundesregierung hat mit dem Entwurf des Daten-Governance-Gesetzes (DGG) einen entscheidenden Schritt zur rechtlichen Ausgestaltung des digitalen Binnenmarktes in Deutschland eingeleitet.
Die Vorlage dient der Durchführung der EU-Verordnung 2022/868 und zielt darauf ab, eine vertrauenswürdige sowie sichere Datengesellschaft zu etablieren. Durch klare nationale Rahmenbedingungen wird die Weiterverwendung geschützter Daten der öffentlichen Hand systematisiert, was die Innovationskraft der Wirtschaft stärken und gesellschaftliche Teilhabe fördern soll.
Zuständigkeiten und operative Umsetzung
Zur Umsetzung der regulatorischen Anforderungen werden die Bundesnetzagentur (BNetzA) und das Statistische...
14.01.2026
Hightech Agenda Deutschland: Neue Impulse für die KI-Bildung
Ausbau von KI-Kompetenzen und digitaler Infrastruktur an deutschen Hochschulen
Das Bundesministerium für Bildung, Forschung, Technik und Raumfahrt (BMFTR) forciert die Integration Künstlicher Intelligenz (KI) in der akademischen Landschaft. Als zentraler Bestandteil der »Hightech Agenda Deutschland« starteten im Januar 2026 drei wegweisende Förderprojekte, die darauf abzielen, die Rechenkapazitäten, Datenökosysteme und fachspezifischen Kompetenzen an Hochschulen sowie Forschungseinrichtungen nachhaltig zu stärken.
Mit einer kumulierten Investition von über 31 Millionen Euro adressiert der Bund die dringende Notwendigkeit, Studium und Lehre an die Anforderungen einer datengetriebenen Gesellschaft anzupassen.
Vernetzung und Transfer im digitalen Wandel
Ein Schwerpunkt der Initiative liegt auf der...
13.01.2026
Personalie: Prof. Dr. Yvonne Anders neue Direktorin am DIPF
Mit Prof. Dr. Yvonne Anders gewinnt das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation eine exzellente Wissenschaftlerin für eine zentrale Leitungsposition: Die Bildungsforscherin ist neue Direktorin an dem Institut, was mit der Leitung einer der fünf Abteilungen und einem Sitz im Vorstand verbunden ist. Zugleich wird sie in Kooperation mit dem DIPF auf die Professur für »Psychologie mit dem Schwerpunkt Bildung und Entwicklung« an der Goethe-Universität Frankfurt berufen.
»Unsere Forschung wird sich weiterhin auf die individuelle kindliche Entwicklung konzentrieren, allerdings die Rolle der Bildungskontexte wie Familie, Kita und Schule stärker beleuchten«, erläutert Yvonne Anders die Ausrichtung ihrer Abteilung am DIPF, die in »Entwicklung in Bildungskontexten« (EnBi)...
