Nachrichten überregional

09.06.2026

Arbeitsförderung im Alter: Ein ungenutztes Potenzial für den Arbeitsmarkt

Themenkreis Demografie und Alternde Belegschaften (Symbolbild)

Ein erfahrener Feinmechaniker verliert mit Ende 50 betriebsbedingt seine Stelle. Trotz jahrzehntelanger Berufserfahrung und unzähliger Bewerbungen bleibt die Resonanz aus. Nach Monaten vergeblicher Bemühungen schwindet die Motivation, und die aktive Suche endet gänzlich. Solche Lebensläufe stehen stellvertretend für viele ältere Arbeitslose in Deutschland. Deren Arbeitskraft geht dem Markt dauerhaft verloren, obwohl Unternehmen dringend Personal suchen.

Vergessenes Potenzial: Warum ältere Arbeitslose seltener gefördert werden

Jede zehnte ältere arbeitslose Person zieht sich frustriert aus dem Suchprozess zurück. Damit bleibt eine wertvolle Reserve zur Eindämmung des Fachkräftemangels ungenutzt.

Der neue »Altersübergangs-Report« des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der...

09.06.2026

Sinkende Zuversicht: Nur noch 39 Prozent der Studierenden erwarten schnellen Job

Themenkreis Studium und Lehre (Symbolbild)

Sicherheit vor Karriere: Wie Studierende 2026 den Berufseinstieg planen

Ein später Abend in einer Universitätsbibliothek: Zwischen Lehrbüchern und Kaffeetassen scrollt eine Studentin durch Stellenanzeigen. Doch statt nach Start-ups mit bunten Lounge-Ecken und dem Versprechen auf einen rasanten Aufstieg sucht sie ganz gezielt nach unbefristeten Verträgen und krisensicheren Branchen. Dieser ruhige Blick auf den Bildschirm verrät viel über die veränderte Stimmung und die Sehnsucht nach Verlässlichkeit unter den angehenden Fachkräften.

Stabilität wird zum neuen Kompass beim Berufseinstieg

Die Zuversicht der deutschen Studierenden, schnell einen passenden Einstieg in den Traumjob zu finden, hat einen spürbaren Dämpfer erhalten.

Nur noch gut ein Drittel der angehenden Akademiker rechnet mit...

09.06.2026

Bildungsfinanzierung: Wo die freien BAföG-Mittel aus 2025 ankommen

Themenkreis Verschiedenes (Symbolbild)

Milliardenschwere Entlastung für die Landeshaushalte

Im Jahr 2025 verzeichnen die deutschen Bundesländer eine finanzielle Entlastung von rund 1,048 Milliarden Euro. Diese Summe stammt aus BAföG-Mitteln, der staatlichen Ausbildungsförderung für Studierende und Schüler, die durch die vollständige Bundesfinanzierung frei geworden sind. Verglichen mit dem Vorjahr sinkt der Betrag um etwa 25 Millionen Euro.

Dies geht aus einer aktuellen Unterrichtung der Bundesregierung hervor. 

Regionale Unterschiede beim Mittelzufluss

Die Verteilung auf die Bundesländer zeigt deutliche Unterschiede. Während die Entlastungssummen in acht Ländern stabil blieben, verzeichneten sechs Länder Rückgänge. Den größten Rückgang meldete Nordrhein-Westfalen mit minus 16,1 Millionen Euro. Bremen und...

09.06.2026

Bundesbericht Forschung und Innovation 2026 erschienen

Themenkreis Wissenschaft und Forschung (Symbolbild)

Im Schatten internationaler Dynamik: Deutschland investiert mehr in Forschung als je zuvor

Deutschland verzeichnet einen neuen Höchststand bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE). Im Jahr 2024 habe das Land dafür eine Quote von 3,17 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufgewendet. Diese übertreffe den OECD-Schnitt von 2,72 Prozent sowie den EU-Schnitt von 2,13 Prozent.

Die Zahlen entstammten dem »Bundesbericht Forschung und Innovation 2026«. Trotz dieses Höchstwertes verliere die Bundesrepublik global an Dynamik, da führende Nationen wie Israel, Südkorea, Schweden, die USA und Japan anteilig mehr investierten. Die Bundesregierung strebe daher bis 2030 eine Erhöhung der nationalen FuE-Quote auf 3,5 Prozent an.

Starke Wirtschaft und hohe Publikationsrate

Die wissenschaftliche...

08.06.2026

Meilenstein für Erasmus+: Eine Million deutsche Teilnehmende seit 1987

Themenkreis Studium und Lehre (Symbolbild)

Bildung ohne Grenzen: Der Erfolg des Erasmus-Programms im Überblick

Ein WG-Zimmer in Barcelona, ein Praktikum in einem Pariser Start-up oder eine Vorlesung in Rom. Solche Erlebnisse prägen den Lebenslauf und erweitern den Horizont nachhaltig.

Das europäische Austauschprogramm Erasmus+ ermöglicht diese Erfahrungen im großen Stil.

Rekordmarke im europäischen Austausch

Im März 2026 erreichte die Zahl deutscher Studierender, die seit dem Programmstart 1987 über Erasmus+ im Ausland lernten oder ein Praktikum absolvierten, die historische Millionengrenze.

Laut der Nationalen Agentur beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (NA DAAD) erhielten inklusive des Hochschulpersonals insgesamt 1,1 Millionen Deutsche eine finanzielle und organisatorische Unterstützung.

Zu den beliebtesten Zielländern gehören...

08.06.2026

IAB-Stellenerhebung I/2026: 1,15 Millionen offene Stellen im ersten Quartal 2026

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

Stagnation auf dem Arbeitsmarkt: Nachfrage nach Arbeitskräften geht weiter zurück

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitenden auf dem deutschen Arbeitsmarkt verharrt im ersten Quartal 2026 auf einem niedrigen Niveau. Im Vergleich zum Vorquartal sank die Zahl der offenen Stellen um 105.800 beziehungsweise rund acht Prozent. Auch im Vorjahresvergleich liegt ein Rückgang um 23.800 Stellen beziehungsweise rund zwei Prozent vor.

Nach Aussage des IAB-Arbeitsmarktforschers Alexander Kubis stagniere die Nachfrage nach Arbeitskräften damit im ersten Quartal 2026 weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Die neueste Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) dokumentiert diese anhaltende Abschwächung.

In Westdeutschland waren im ersten Quartal 2026 rund 919.000 offene Stellen zu...

07.06.2026

Mehrheit der deutschen Unternehmen setzt auf Künstliche Intelligenz

Themenkreis KI, Digitalisierung, Digitale Transformation (Symbolbild)

Künstliche Intelligenz im Arbeitsalltag: ifo-Umfrage dokumentiert rasanten Zuwachs

Künstliche Intelligenz hat sich fest in den Geschäftsprozessen der deutschen Wirtschaft etabliert. In einer Umfrage des ifo Instituts vom Mai 2026 gaben 54,5 Prozent der befragten Firmen an, diese Technologie aktiv zu nutzen. Ein Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei 40,9 Prozent.

Ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen, da weitere 16 Prozent der Betriebe eine Einführung planen und fast 22 Prozent entsprechende Diskussionen führen. Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen, erklärte hierzu, Künstliche Intelligenz sei in der deutschen Wirtschaft nun flächendeckend präsent. Das Tempo bei der Implementierung stufte er als hoch ein.

Hohe Dynamik über fast alle Branchen hinweg

Die stärkste Verbreitung...

07.06.2026

Wandel verstehen: BIBB bündelt wissenschaftliche Daten zur Berufsentwicklung

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

Berufsfelder im Wandel: Dateninfrastruktur des BIBB liefert neue Erkenntnisse

Ein Blick in den Arbeitsalltag offenbart den stetigen Wandel: Im Büro unterstützt eine künstliche Intelligenz die täglichen Abläufe, während im Betrieb nebenan neue ökologische Standards den Produktionsprozess verändern. Solche Entwicklungen werfen die Frage auf, wie sich Berufsfelder langfristig verändern und welche Qualifikationen künftig an Bedeutung gewinnen.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) stellt für diese Fragestellungen eine neue Plattform bereit. Mit dem interaktiven »Berufe- und Kompetenzradar« (BKR) existiert nun ein zentrales Daten- und Informationsportal.

Die Anwendung bündelt wissenschaftlich geprüfte Daten zu Berufen, Kompetenzanforderungen sowie zur Entwicklung von...

07.06.2026

Schichtarbeit: Dauerhafte Belastung im unregelmäßigen Takt

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

BAuA-Befragung: Schichtarbeit schränkt Erholung und Gesundheit ein

In Deutschland arbeitet jeder siebte Beschäftigte im Schichtdienst. Dies betrifft rund 15 Prozent der Erwerbstätigen. Als Schichtarbeit gelten Tätigkeiten, die regelmäßig außerhalb des üblichen Tagesfensters von 7 bis 19 Uhr stattfinden. Ein erheblicher Teil dieser Gruppe, nämlich acht Prozent, ist in Wechselschichten tätig. Weitere sieben Prozent arbeiten in Wechselschichten mit Nachtanteilen oder leisten dauerhaft Nachtdienst.

Dies geht aus den Daten der Arbeitszeitbefragung 2023 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hervor. Die detaillierten Zusammenhänge zu Arbeitszeitgestaltung, Erholung und Gesundheit sind im Bericht »Schichtarbeit bleibt mit besonderen Belastungen verbunden« erfasst.

Betroffene...

29.05.2026

Die Illusion der Kontrolle: Diskrepanz zwischen Offline-Wunsch und Erreichbarkeitsdruck

Themenkreis KI, Digitalisierung, Digitale Transformation (Symbolbild)

Gefangen in der Online-Schleife: Die Mechanismen des digitalen Stresses

Ein schrillender Wecker reißt am Morgen aus dem Schlaf. Noch bevor die Augen ganz geöffnet sind, tastet die Hand nach dem Smartphone auf dem Nachttisch. Ein kurzer Blick auf eingegangene Nachrichten, das Überfliegen von E-Mails und ein schneller Klick durch die sozialen Netzwerke leiten den Tag ein. Dieser Ablauf wiederholt sich im Laufe der nächsten Stunden unzählige Male, oft völlig unbewusst. Erst spät am Abend erlischt das Display wieder, kurz vor dem Schließen der Augen.

Die permanente Erreichbarkeit und ihre gesellschaftliche Relevanz

Eine repräsentative Erhebung der Internationalen Hochschule (IU) analysiert den Zustand der permanenten digitalen Aktivierung in der deutschen Bevölkerung.

Die Ergebnisse...

29.05.2026

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Mai 2026

BA Logo

BA: »Weiter keine Trendwende in Sicht« 

»Trotz eines Rückgangs der Arbeitslosigkeit ist die Frühjahrsbelebung in diesem Jahr nicht wirklich in Fahrt gekommen«, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

  • Arbeitslosenzahl im Mai:  -58.000 auf 2.950.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:  +31.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat:  -0,1 Prozentpunkte bei 6,3 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit ist im Mai 2026 um 58.000 auf 2.950.000 gesunken Saisonbereinigt ist sie gegenüber dem Vormonat um 12.000 niedriger. Dies dürfte jedoch hauptsächlich auf einen Gegeneffekt zum schwachen April zurückzuführen sein. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1...

29.05.2026

BA-X (5/2026): Arbeitskräftenachfrage stabil auf niedrigem Niveau

BA X

BA-Stellenindex für Deutschland im Mai 2026

Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X), ein saisonbereinigter Indikator für die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland, ist von April auf Mai 2026 um einen Punkt auf 103 Punkte gestiegen und lag damit 3 Punkte über seinem Vorjahreswert.

Insgesamt beweg sich der BA-X weiterhin um den Jahresdurchschnitt von 2015, der als Referenzwert festgelegt wurde.

Über dem Vorjahr rangieren die Stellenmeldungen aus dem öffentlichen Bereich, von Banken, Finanzen und Versicherungen, aus dem Baugewerbe, dem Gesundheitswesen sowie – erstmals seit über drei Jahren wieder – dem Verarbeitende Gewerbe. In den meisten Wirtschaftszweigen ist der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen gegenüber dem Mai 2025 jedoch gesunken und zwar zum Teil in zweistelliger prozentualer...

29.05.2026

Erwerbstätigkeit im April 2026: Saisonbereinigte Stagnation

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

Im April 2026 waren rund 45,61 Millionen Menschen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig.

Stagnation im Vormonatsvergleich

Die Zahl der erwerbstätigen Personen in Deutschland verharrte im April 2026 auf dem Niveau des Vormonats. Rund 45,61 Millionen Menschen mit Wohnsitz in Deutschland gingen einer Arbeit nach.

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes veränderte sich die saisonbereinigte Erwerbstätigenzahl mit einem minimalen Minus von 6.000 Personen im Vergleich zum März 2026 praktisch nicht (0,0 Prozent).

Damit endete vorerst eine Phase kontinuierlicher Rückgänge: Von Mai 2025 bis März 2026 sank die Zahl der Erwerbstätigen im Monatsvergleich noch um durchschnittlich 17.000 Personen.

Frühjahrsbelebung bleibt hinter den Vorjahren zurück

Ohne die Bereinigung um...

27.05.2026

IAB-Arbeitsmarktbarometer 5/26: Flaute am Arbeitsmarkt hält an

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

Leichtes Signal der Besserung auf niedrigem Niveau

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer verzeichnet im Mai den ersten Zuwachs seit einem halben Jahr. Der sogenannte »Frühindikator« des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), der als vorausschauendes Messinstrument für die künftige Arbeitsmarktentwicklung dient, stieg um 0,1 Punkte auf einen Wert von 99,6 Punkten.

Trotz dieses minimalen Anstiegs verbleibt der Gesamtwert unter der neutralen Marke von 100 Punkten, was weiterhin auf eine verhaltene und eher pessimistische Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes hindeutet.

Die Teilkomponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit konnte im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Punkte zulegen und liegt nun bei 99,0 Punkten. Damit bewegt sich auch dieser Teilbereich weiterhin im negativen...

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