Nachrichten überregional

07.06.2026

Mehrheit der deutschen Unternehmen setzt auf Künstliche Intelligenz

Themenkreis KI, Digitalisierung, Digitale Transformation (Symbolbild)

Künstliche Intelligenz im Arbeitsalltag: ifo-Umfrage dokumentiert rasanten Zuwachs

Künstliche Intelligenz hat sich fest in den Geschäftsprozessen der deutschen Wirtschaft etabliert. In einer Umfrage des ifo Instituts vom Mai 2026 gaben 54,5 Prozent der befragten Firmen an, diese Technologie aktiv zu nutzen. Ein Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei 40,9 Prozent.

Ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen, da weitere 16 Prozent der Betriebe eine Einführung planen und fast 22 Prozent entsprechende Diskussionen führen. Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen, erklärte hierzu, Künstliche Intelligenz sei in der deutschen Wirtschaft nun flächendeckend präsent. Das Tempo bei der Implementierung stufte er als hoch ein.

Hohe Dynamik über fast alle Branchen hinweg

Die stärkste Verbreitung...

07.06.2026

Wandel verstehen: BIBB bündelt wissenschaftliche Daten zur Berufsentwicklung

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

Berufsfelder im Wandel: Dateninfrastruktur des BIBB liefert neue Erkenntnisse

Ein Blick in den Arbeitsalltag offenbart den stetigen Wandel: Im Büro unterstützt eine künstliche Intelligenz die täglichen Abläufe, während im Betrieb nebenan neue ökologische Standards den Produktionsprozess verändern. Solche Entwicklungen werfen die Frage auf, wie sich Berufsfelder langfristig verändern und welche Qualifikationen künftig an Bedeutung gewinnen.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) stellt für diese Fragestellungen eine neue Plattform bereit. Mit dem interaktiven »Berufe- und Kompetenzradar« (BKR) existiert nun ein zentrales Daten- und Informationsportal.

Die Anwendung bündelt wissenschaftlich geprüfte Daten zu Berufen, Kompetenzanforderungen sowie zur Entwicklung von...

07.06.2026

Schichtarbeit: Dauerhafte Belastung im unregelmäßigen Takt

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

BAuA-Befragung: Schichtarbeit schränkt Erholung und Gesundheit ein

In Deutschland arbeitet jeder siebte Beschäftigte im Schichtdienst. Dies betrifft rund 15 Prozent der Erwerbstätigen. Als Schichtarbeit gelten Tätigkeiten, die regelmäßig außerhalb des üblichen Tagesfensters von 7 bis 19 Uhr stattfinden. Ein erheblicher Teil dieser Gruppe, nämlich acht Prozent, ist in Wechselschichten tätig. Weitere sieben Prozent arbeiten in Wechselschichten mit Nachtanteilen oder leisten dauerhaft Nachtdienst.

Dies geht aus den Daten der Arbeitszeitbefragung 2023 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hervor. Die detaillierten Zusammenhänge zu Arbeitszeitgestaltung, Erholung und Gesundheit sind im Bericht »Schichtarbeit bleibt mit besonderen Belastungen verbunden« erfasst.

Betroffene...

29.05.2026

Die Illusion der Kontrolle: Diskrepanz zwischen Offline-Wunsch und Erreichbarkeitsdruck

Themenkreis KI, Digitalisierung, Digitale Transformation (Symbolbild)

Gefangen in der Online-Schleife: Die Mechanismen des digitalen Stresses

Ein schrillender Wecker reißt am Morgen aus dem Schlaf. Noch bevor die Augen ganz geöffnet sind, tastet die Hand nach dem Smartphone auf dem Nachttisch. Ein kurzer Blick auf eingegangene Nachrichten, das Überfliegen von E-Mails und ein schneller Klick durch die sozialen Netzwerke leiten den Tag ein. Dieser Ablauf wiederholt sich im Laufe der nächsten Stunden unzählige Male, oft völlig unbewusst. Erst spät am Abend erlischt das Display wieder, kurz vor dem Schließen der Augen.

Die permanente Erreichbarkeit und ihre gesellschaftliche Relevanz

Eine repräsentative Erhebung der Internationalen Hochschule (IU) analysiert den Zustand der permanenten digitalen Aktivierung in der deutschen Bevölkerung.

Die Ergebnisse...

29.05.2026

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Mai 2026

BA Logo

BA: »Weiter keine Trendwende in Sicht« 

»Trotz eines Rückgangs der Arbeitslosigkeit ist die Frühjahrsbelebung in diesem Jahr nicht wirklich in Fahrt gekommen«, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

  • Arbeitslosenzahl im Mai:  -58.000 auf 2.950.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:  +31.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat:  -0,1 Prozentpunkte bei 6,3 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit ist im Mai 2026 um 58.000 auf 2.950.000 gesunken Saisonbereinigt ist sie gegenüber dem Vormonat um 12.000 niedriger. Dies dürfte jedoch hauptsächlich auf einen Gegeneffekt zum schwachen April zurückzuführen sein. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1...

29.05.2026

BA-X (5/2026): Arbeitskräftenachfrage stabil auf niedrigem Niveau

BA X

BA-Stellenindex für Deutschland im Mai 2026

Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X), ein saisonbereinigter Indikator für die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland, ist von April auf Mai 2026 um einen Punkt auf 103 Punkte gestiegen und lag damit 3 Punkte über seinem Vorjahreswert.

Insgesamt beweg sich der BA-X weiterhin um den Jahresdurchschnitt von 2015, der als Referenzwert festgelegt wurde.

Über dem Vorjahr rangieren die Stellenmeldungen aus dem öffentlichen Bereich, von Banken, Finanzen und Versicherungen, aus dem Baugewerbe, dem Gesundheitswesen sowie – erstmals seit über drei Jahren wieder – dem Verarbeitende Gewerbe. In den meisten Wirtschaftszweigen ist der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen gegenüber dem Mai 2025 jedoch gesunken und zwar zum Teil in zweistelliger prozentualer...

29.05.2026

Erwerbstätigkeit im April 2026: Saisonbereinigte Stagnation

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

Im April 2026 waren rund 45,61 Millionen Menschen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig.

Stagnation im Vormonatsvergleich

Die Zahl der erwerbstätigen Personen in Deutschland verharrte im April 2026 auf dem Niveau des Vormonats. Rund 45,61 Millionen Menschen mit Wohnsitz in Deutschland gingen einer Arbeit nach.

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes veränderte sich die saisonbereinigte Erwerbstätigenzahl mit einem minimalen Minus von 6.000 Personen im Vergleich zum März 2026 praktisch nicht (0,0 Prozent).

Damit endete vorerst eine Phase kontinuierlicher Rückgänge: Von Mai 2025 bis März 2026 sank die Zahl der Erwerbstätigen im Monatsvergleich noch um durchschnittlich 17.000 Personen.

Frühjahrsbelebung bleibt hinter den Vorjahren zurück

Ohne die Bereinigung um...

27.05.2026

IAB-Arbeitsmarktbarometer 5/26: Flaute am Arbeitsmarkt hält an

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

Leichtes Signal der Besserung auf niedrigem Niveau

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer verzeichnet im Mai den ersten Zuwachs seit einem halben Jahr. Der sogenannte »Frühindikator« des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), der als vorausschauendes Messinstrument für die künftige Arbeitsmarktentwicklung dient, stieg um 0,1 Punkte auf einen Wert von 99,6 Punkten.

Trotz dieses minimalen Anstiegs verbleibt der Gesamtwert unter der neutralen Marke von 100 Punkten, was weiterhin auf eine verhaltene und eher pessimistische Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes hindeutet.

Die Teilkomponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit konnte im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Punkte zulegen und liegt nun bei 99,0 Punkten. Damit bewegt sich auch dieser Teilbereich weiterhin im negativen...

27.05.2026

Staatsexamen oder Master? Das Lehramtsstudium im Überblick

Themenkreis Studium und Lehre (Symbolbild)

Der Weg an die Tafel: Orientierung im Lehramtsstudium

Eine Lehrkraft im Praktikum steht zum ersten Mal vor einer Klasse aus dreißig unruhigen Jugendlichen. Die Person soll spontan eine Vertretungsstunde in Mathematik leiten. In diesem Moment entscheidet sich oft, ob das Interesse am Lehrberuf den praktischen Anforderungen standhält. Wer diesen Weg einschlagen möchte, steht jedoch zuerst vor einem dichten Dschungel aus Studienordnungen und Länderregeln. Dieser Artikel strukturiert das deutsche Lehramtsstudium und erleichtert die Orientierung.

Föderale Vielfalt prägt den Bildungsweg

Das Studium für angehende Lehrkräfte in Deutschland verläuft nicht einheitlich. Aufgrund des Kulturföderalismus – der verfassungsmäßig verankerten Eigenständigkeit der sechzehn Bundesländer im Bildungsbereich –...

27.05.2026

Lebensarbeitszeit in Deutschland hängt stark vom Bildungsabschluss ab

Themenkreis Weiterbildung und Lernen (Symbolbild)

Bildung als Motor einer langen Erwerbsphase

Zwei Personen starten in das Berufsleben: Die eine nimmt nach der Schule sofort eine praktische Tätigkeit auf, die andere entscheidet sich für ein langes Studium. Auf den ersten Blick liegt die Vermutung nahe, dass die Person mit der kürzeren Ausbildung insgesamt mehr Arbeitsjahre im Leben ansammelt. Die tatsächliche Entwicklung im Laufe des Lebens verläuft jedoch häufig entgegengesetzt, wie aktuelle demografische Analysen darlegen.

Ausbildung steuert die Erwerbsdauer

Ein hoher Bildungsgrad geht in Deutschland mit einer verlängerten Lebensarbeitszeit einher. Der Indikator der »Lebensarbeitszeit« erfasst als kombinierte Messgröße sowohl die Erwerbsquote als auch die tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit.

Eine Untersuchung des Bundesinstituts für...

27.05.2026

Arbeitszeitstatistik 2025: Vollzeitbeschäftigte arbeiten im Schnitt 39,9 Wochenstunden

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

Alltag und Erwerbsarbeit

Der Übergang von der Betriebsversammlung zur Abholung der Kinder am frühen Nachmittag prägt den Alltag vieler Erwerbstätiger. Während in den Chefetagen die Debatte über den Fachkräftemangel läuft, organisieren Familien den Spagat zwischen Job und Privatleben oft über eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitsstunden.

Auch der schrittweise Rückzug aus dem Berufsleben im höheren Alter erfolgt meist über verkürzte Arbeitszeiten. Die Verteilung dieser Arbeitsstunden verschiebt sich in Deutschland seit Jahren kontinuierlich.

Entwicklung der Wochenarbeitszeit im Zehnjahresvergleich

Die wöchentliche Arbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten in Deutschland ist im vergangenen Jahrzehnt leicht gesunken. Im Jahr 2025 arbeiteten abhängig Beschäftigte in Vollzeit durchschnittlich 39,9...

22.05.2026

Niedersachsen: Neuer Quereinstieg ins Klassenzimmer

Themenkreis Frühe Bildung und Schule (Symbolbild)

Eine Physikerin arbeitet seit Jahren erfolgreich in der industriellen Forschung, sucht jedoch nach einer neuen beruflichen Erfüllung. Sie möchte ihr Fachwissen an Jugendliche weitergeben, scheut aber den bürokratischen Aufwand eines erneuten, mehrjährigen Bachelorstudiums. Ein neuer akademischer Pfad in Niedersachsen räumt diese Hürden nun aus dem Weg und ermöglicht einen direkten Einstieg in den Lehrerberuf.

Direkter Zugang zur Lehramtsausbildung

Niedersachsen führt einen neuen, universitären Studiengang ein, um dem akuten Lehrkräftemangel an Haupt- und Realschulen entgegenzuwirken. Absolventinnen und Absolventen mit einem fachwissenschaftlichen Bachelorabschluss erhalten künftig die Möglichkeit, über ein zweijähriges Masterstudium regulär in den Schuldienst einzutreten.

Das Angebot...

22.05.2026

NACAPS: Folgebefragung 2026 gestartet

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Die Studie trägt seit 2019 entscheidend dazu bei, die wissenschaftliche Qualifizierungsphase systematisch zu monitoren. Nacaps wird durchgeführt vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) in Kooperation mit 65 promotionsberechtigten Hochschulen.

Deutschlands größte Längsschnittstudie zu Promovierenden erneut im Feld

Die National Academics Panel Study (Nacaps) des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) ist seit Mitte April erneut im Feld. Für die bundesweit größte Längsschnittstudie zu Promotionsbedingungen und wissenschaftlichen Karriereverläufen wurden rund 30.000 Promovierende und ehemals Promovierende aus ganz Deutschland zur Teilnahme eingeladen. Die aktuelle Befragungsrunde läuft noch bis zum 12. Juni 2026.

Die Studie...

21.05.2026

Aktionsrat Bildung: Social Media – Bildung – Integrität

Themenkreis Frühe Bildung und Schule (Symbolbild)

Mehr als nur Verbote: Aktionsrat Bildung legt Konzept für mediale Integrität vor

Der Aktionsrat Bildung fordert eine gesetzliche Altersgrenze für den Zugang zu Social-Media-Plattformen sowie eine systematische Verankerung »medialer Integrität« im Bildungssystem. Unter diesem Begriff versteht die Fachwelt die Fähigkeit zu einem selbstbestimmten, verantwortungsvollen und ethisch reflektierten Umgang mit digitalen Medien.

Der Vorstoß reagiert auf besorgniserregende Entwicklungen: Mehr als ein Viertel der Kinder und Jugendlichen weist ein problematisches Nutzungsverhalten auf, während rund fünf Prozent als social-media-süchtig gelten. Die täglichen Nutzungszeiten bewegen sich auf einem sehr hohen Niveau. Da Verbote allein unzureichend sind, bedarf es einer strukturellen pädagogischen...

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