Nachrichten überregional
08.01.2026
Orientierungslosigkeit 2026: Warum die Jobsuche Fachkräfte zunehmend fordert
Umbruch am Arbeitsmarkt: Unsicherheit prägt die Jobsuche
Der deutsche Arbeitsmarkt steht vor einem tiefgreifenden Strukturwandel, der bei einer hohen Zahl der Erwerbstätigen zu erheblicher Verunsicherung führt.
Die Mehrheit der Beschäftigten blickt mit Skepsis auf die Anforderungen der Jobsuche im Jahr 2026. Rund vier von fünf Erwerbstätigen fühlen sich laut einer Umfrage von LinkedIn dafür nicht ausreichend vorbereitet.
Besonders ausgeprägt ist diese Verunsicherung bei der Generation Z: Dort äußert mehr als jede neunte von zehn befragten Personen Zweifel an der eigenen Vorbereitung. Gleichzeitig empfinden über 50 Prozent der Befragten den Bewerbungsprozess als komplexer als noch vor einem Jahr. Hauptgründe sind ein intensiverer Wettbewerb um Stellen sowie wirtschaftliche Unsicherheiten.
Künstliche Intelligenz...
08.01.2026
Neuausrichtung der Forschungssicherheit: Eine nationale Antwort auf globale Risiken
Resilienz durch Kooperation: Die neue Nationale Plattform für Forschungssicherheit
Die Bundesregierung begegnet der wachsenden Komplexität der globalen Sicherheitslage mit einer strategischen Neuausrichtung der Wissenschaftspolitik. Kernstück dieser Initiative ist die Etablierung einer »Nationalen Plattform für Forschungssicherheit«, die ab Januar 2027 ihre volle Einsatzfähigkeit erreichen soll.
In einer Zeit, in der systemische Rivalitäten sowie nationale Machtinteressen die internationale Ordnung unter Druck setzen, zielt dieses Vorhaben darauf ab, die Offenheit des Wissenschaftssystems zu bewahren und gleichzeitig sensible Forschungsaktivitäten vor dem unerwünschten Abfluss von Wissen und Technologie zu schützen.
Ein kooperatives Modell der gestuften Verantwortung
Das Fundament der neuen...
07.01.2026
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Dezember 2025
BA: »Einsetzende Winterpause erhöht Arbeitslosigkeit«
»Dem Arbeitsmarkt fehlt weiterhin wirtschaftlicher Rückenwind. Auch zum Jahresende hält daher die schwache Entwicklung an«, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.
- Arbeitslosenzahl im Dezember: +23.000 auf 2.908.000
- Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +101.000
- Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent
Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit
Mit der einsetzenden Winterpause ist die Arbeitslosigkeit im Dezember 2025 um 23.000 auf 2.908.000 gestiegen. Saisonbereinigt ist sie gegenüber dem Vormonat um 3.000 erhöht. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. Verglichen...
07.01.2026
Erwerbstätigkeit im November 2025: Gegenüber Vormonat nahezu unverändert
Im November 2025 waren rund 46 Millionen Menschen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig.
Zahl der Erwerbstätigen im November 2025 stagniert auf hohem Niveau, während die Erwerbslosigkeit deutlich steigt
Im November 2025 zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt deutlich gebremst. Die Beschäftigung verharrt auf einem hohen Niveau, ohne neue Impulse zu setzen, zugleich nimmt die Erwerbslosigkeit spürbar zu.
Die aktuellen Zahlen machen deutlich, dass der jahrelange Aufwärtstrend bei der Erwerbstätigkeit vorerst beendet ist und eine Phase der Abkühlung begonnen hat.
Erwerbstätigkeit: Hoher Stand, schwache Bewegung
Mit rund 46 Millionen Erwerbstätigen bleibt die Beschäftigung historisch hoch. Im Detail zeigt sich jedoch eine klare Abschwächung. Saisonbereinigt veränderte sich die Zahl der...
06.01.2026
BA-X (12/2025): Kräftenachfrage steigt zum Jahresende leicht an
BA-Stellenindex für Deutschland im Dezember 2025
Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X), ein saisonbereinigter Indikator für die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland, ist um einen Punkt auf 101 Punkte gestiegen und lag damit um 5 Punkte unter seinem Vorjahreswert.
Auch in diesem Monat hängt der Anstieg mit einem Großauftrag zusammen. Zum Jahresende liegt der BA-X damit minimal über dem Jahresdurchschnitt 2015, der als Referenzwert festgelegt wurde.
Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen ist gegenüber dem Dezember 2024 in den meisten Wirtschaftszweigen gesunken und zwar zum Teil in zweistelliger prozentualer Höhe. Ausnahmen sind der öffentliche Bereich, das Gesundheitswesen und das Baugewerbe, die über dem Vorjahr rangieren. Besonders stark zeigen sich die prozentualen Rückgänge...
06.01.2026
Mobilitätsstudie: Umzugsbereitschaft für den Job bei Beschäftigten auf Höchststand
Bayern als Spitzenreiter bei der regionalen Jobattraktivität
Die Mobilität auf dem deutschen Arbeitsmarkt bleibt auf einem hohen Niveau. Aktuelle Daten der »EY Jobstudie 2025« belegen, dass 44 Prozent der Beschäftigten bereit sind, für eine neue Stelle den Wohnort zu wechseln.
Im regionalen Vergleich sichert sich Bayern dabei erneut die Position als attraktivstes Zielbundesland. Besonders Fachkräfte aus Schlüsselindustrien wie der Automobilbranche zieht es in den Süden, während traditionelle Standorte wie Nordrhein-Westfalen an Anziehungskraft verlieren.
Regionale Präferenzen und Branchenfokus
Innerhalb der geografischen Prioritäten der Arbeitnehmenden festigt Bayern seine Führungsrolle. Für 60 Prozent der Befragten aus der Automobilindustrie gehört der Freistaat zu den Top-3-Standorten in...
06.01.2026
Routine fehlt: Nur jeder fünfte Beschäftigte nutzt KI regelmäßig
Mehr als nur Schatten-IT: Forderung nach systematischer KI-Qualifizierung
In Deutschland nutzt aktuell nur jeder fünfte Beschäftigte regelmäßig Künstliche Intelligenz (KI) im beruflichen Kontext. Trotz einer weitreichenden Bekanntheit der Technologie bleibt die verstetigte Anwendung in der täglichen Arbeitspraxis hinter den Erwartungen zurück. Dies geht aus einer aktuellen, repräsentativen Studie des ifo Instituts hervor.
Diskrepanz zwischen Erprobung und Routine
Obwohl rund 64 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bereits Erfahrungen mit KI-Anwendungen gesammelt haben, ist die Überführung in routinierte Arbeitsprozesse noch nicht flächendeckend vollzogen.
Die Untersuchung verdeutlicht, dass die Nutzung oft auf individueller Initiative basiert: Bei zwei Dritteln der...
05.01.2026
Mittelstand ohne Nachwuchs? Die stille Krise der dualen Ausbildung
Fachkräftesicherung gerät in Gefahr
Die duale Berufsausbildung in Deutschland verliert spürbar an Stabilität. Seit 2010 ist die Zahl der Auszubildenden um fast 20 Prozent gesunken. Damit gerät ein zentrales Instrument der Fachkräftesicherung zunehmend unter Druck.
Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ziehen sich aus der Ausbildung zurück. Ohne gezielte Gegenmaßnahmen drohen langfristige Einbußen bei Wettbewerbs- und Transformationsfähigkeit der Wirtschaft.
Schrumpfende Ausbildungszahlen
Im Jahr 2024 befanden sich rund 1,2 Millionen Menschen in einer dualen Ausbildung. 2010 waren es noch etwa 1,5 Millionen. Parallel dazu ging die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber deutlich zurück: von 741.000 im Jahr 2004 auf 444.000 zuletzt. Gleichzeitig stieg die Zahl unbesetzter...
02.01.2026
Erwerbstätigenzahl blieb 2025 fast unverändert
Erwerbstätigkeit sinkt leicht unter Vorjahresniveau
Der deutsche Arbeitsmarkt verzeichnete im Jahr 2025 eine historische Zäsur. Erstmals seit fast zwei Jahrzehnten – das erste Corona-Jahr 2020 ausgenommen – ist die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt gesunken.
Nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren rund 46,0 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Dies entspricht einem Rückgang von etwa 5.000 Personen gegenüber dem Rekordjahr 2024. Damit endet eine lange Phase des Beschäftigungsaufbaus, der zuletzt bereits deutlich an Dynamik verloren hatte.
Demografie und Konjunktur bremsen die Entwicklung
Verantwortlich für diese Stagnation ist eine Mischung aus konjunktureller Abkühlung und strukturellen demografischen Veränderungen. Der...
01.01.2026
Monatsrückblick 2025-12
Dezember 2025 - Monatsrückblick Artikel und Themen
Die BildungsSpiegel-Artikel im Dezember 2025 standen im Zeichen eines doppelten Befunds: Während sich die wirtschaftliche Dynamik spürbar verlangsamte, traten die langfristigen Umbrüche umso deutlicher hervor. Konjunkturelle Frühindikatoren deuteten auf Stillstand, parallel nahmen Diskussionen über Arbeitsverdichtung, Fachkräftesicherung und soziale Ungleichheit an Schärfe zu.
Themen wie demografischer Wandel, Digitalisierung sowie die Neuordnung von Arbeits- und Bildungsstrukturen bestimmen längst den Alltag. Der Monatsrückblick bündelt die zentralen Entwicklungen und macht deutlich, dass es nicht um eine vorübergehende Schwächephase geht, sondern um die Gestaltung tiefgreifender struktureller Veränderungen.
Arbeitsmarkt: Stagnation...
31.12.2025
Strukturwandel am Arbeitsmarkt: Die ungleiche Welt der Weiterbildung
Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland: Strukturelle Disparitäten und Barrieren
Der digitale und ökologische Strukturwandel transformiert die Anforderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt grundlegend. In diesem dynamischen Umfeld fungiert die berufliche Qualifizierung als zentrales Instrument zur Fachkräftesicherung und zur Stabilisierung individueller Erwerbsbiografien.
Ein aktueller Forschungsbericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verdeutlicht jedoch eine ausgeprägte Ungleichheit beim Zugang zu Bildungsangeboten. Während die Transformation neue Kompetenzen erfordert, korreliert die tatsächliche Teilnahme an Weiterbildungen stark mit dem aktuellen Erwerbsstatus und dem vorhandenen Bildungsgrad.
Diskrepanzen zwischen Erwerbstätigen und Arbeitsuchenden
Die Analyse zeigt...
30.12.2025
Sechster Weiterbildungsatlas 2025: Die digitale Transformation im Südwesten
Transformation der Weiterbildungslandschaft: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz im Fokus
Berufliche Weiterbildung bildet im Jahr 2025 das Rückgrat der baden-württembergischen Wirtschaft, um den Herausforderungen durch Digitalisierung, demografischen Wandel und Dekarbonisierung zu begegnen.
Der aktuelle »6. Weiterbildungsatlas« verdeutlicht, dass lebenslanges Lernen für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und individuellen Beschäftigungsfähigkeit unumgänglich geworden ist. Die statistische Erhebung bei 1.255 Netzwerkmitgliedern zeigt eine Landschaft im Umbruch, die verstärkt auf technologische Innovationen setzt.
Integration von Künstlicher Intelligenz in die Bildungsformate
Ein zentraler Trend der aktuellen Untersuchung ist die wachsende Bedeutung der »Künstlichen Intelligenz«...
30.12.2025
IAB-Arbeitsmarktbarometer 12/25: Markt zwischen Stabilität und Stagnation
Stagnation auf dem deutschen Arbeitsmarkt hält an
Der deutsche Arbeitsmarkt verzeichnet aktuell eine Phase des Stillstands. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer weist für den Monat Dezember einen Rückgang um 0,3 Punkte auf einen Stand von 100,1 Punkten auf. Damit bewegt sich der Frühindikator nur noch knapp über der neutralen Marke von 100 Punkten, was auf eine Fortsetzung der stagnierenden Entwicklung hindeutet.
Differenzierte Entwicklung der Indikatoren
Die aktuelle Datenlage offenbart eine Schere zwischen der Beschäftigungsaufnahme und der Arbeitslosigkeitsentwicklung. Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit sank im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Punkte und liegt mit 97,5 Punkten deutlich im pessimistischen Bereich. Dies lässt für die kommenden Monate einen weiteren Anstieg der...
30.12.2025
Bundesregierung legt 24. BAföG-Bericht vor
Rückgang der BAföG-Förderung trotz struktureller Reformen
Die Anzahl der durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) unterstützten Studierenden in Deutschland ist zwischen 2022 und 2024 leicht gesunken.
Wie aus dem aktuellen 24. BAföG-Bericht der Bundesregierung hervorgeht, erhielten im Jahr 2024 rund 326.000 Studierende finanzielle Unterstützung, was einem Rückgang von knapp 2,7 Prozent gegenüber 2022 entspricht. Diese Entwicklung verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Sicherung der Chancengerechtigkeit im deutschen Bildungssystem, obwohl gesetzliche Anpassungen die Attraktivität der Förderung steigern sollten.
Differenzierte Entwicklung an den Hochschulformen
Der Rückgang der Gefördertenzahlen verteilt sich ungleichmäßig auf die verschiedenen Hochschultypen. Während...
