Nachrichten überregional

04.02.2026

Bildungsort Familie: Wenn die Herkunft über die Zukunft entscheidet

Themenkreis Verschiedenes (Symbolbild)

Sozioökonomische Disparitäten im Bildungsort Familie: Zeit- und Geldinvestitionen als Treiber ungleicher Chancen

Die familiäre Herkunft entscheidet in Deutschland weiterhin maßgeblich über den Bildungserfolg von Kindern.

Aktuelle Daten des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) belegen, dass bildungs- und einkommensstarke Eltern signifikant mehr Zeit und finanzielle Mittel in die Förderung ihres Nachwuchses investieren als sozioökonomisch schwächer gestellte Haushalte. Diese Unterschiede im »Bildungsort Familie« tragen wesentlich zur Verfestigung sozialer Ungleichheit bei.

Quantifizierung der zeitlichen Bildungsunterschiede

Analysen auf Basis neuester Datensätze zeigen, dass Kinder aus Akademikerhaushalten täglich im Durchschnitt knapp 20 Minuten mehr Zeit mit ihren Eltern für...

04.02.2026

Newskilling statt Deskilling: Potenziale generativer KI an Hochschulen

Themenkreis Studium und Lehre (Symbolbild)

Kompetenzwandel in der Hochschulbildung durch generative KI

Die Integration generativer Künstlicher Intelligenz (GenKI) in die Hochschullehre führt zu einer tiefgreifenden Verschiebung akademischer Qualifikationsprofile. Während die öffentliche Debatte häufig das Risiko eines Kompetenzverlusts thematisiert, rückt die wissenschaftliche Analyse von Prof. Doris Weßels und Dr. Miriam Maibaum das Potenzial des »Newskilling« in den Vordergrund.

Dieser Begriff beschreibt einen emergenten Lernprozess, bei dem durch die Interaktion mit KI-Systemen neue Fertigkeiten entstehen, die über die bloße Automatisierung von Routineaufgaben hinausgehen. Die Relevanz dieses Wandels liegt in der Chance, durch technologische Entlastung tiefgründigere und reflexivere Lernstufen zu erreichen.

Risiken und Pfade...

03.02.2026

Demografie-Check: Warum Deutschlands Arbeitswelt immer älter wird

Themenkreis Demografie und Alternde Belegschaften (Symbolbild)

Demografischer Wandel am Arbeitsmarkt: Deutschland verzeichnet EU-weit höchsten Anteil älterer Erwerbstätiger

Der deutsche Arbeitsmarkt weist im europäischen Vergleich die höchste Quote an älteren Beschäftigten auf. Aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) und der EU-Statistikbehörde Eurostat belegen, dass knapp ein Viertel aller Erwerbstätigen in der Bundesrepublik der Altersgruppe zwischen 55 und 64 Jahren angehört. Dieser Trend resultiert maßgeblich aus der fortschreitenden Alterung der Gesellschaft sowie politischen Weichenstellungen zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit.

Spitzenwert im europäischen Vergleich

Im Jahr 2024 waren in Deutschland rund 9,8 Millionen der insgesamt 40,9 Millionen Erwerbstätigen im Alter von 55 bis 64 Jahren. Mit einem Anteil von 24,0 Prozent...

03.02.2026

Verleihung des Hermann-Schmidt-Preises 2025

bibb

Künstliche Intelligenz in der beruflichen Bildung: Drei Projekte ausgezeichnet

»Künstliche Intelligenz in der beruflichen Bildung – Innovationen für Aus- und Weiterbildung« - so lautete das Thema des Wettbewerbs um den »Hermann-Schmidt-Preis 2025«. Für ihre herausragenden Konzepte und Modelle wurden drei Projekte aus Augsburg, Weinheim und Troisdorf ausgezeichnet.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) identifizierte und prämierte drei herausragende Projekte aus Augsburg, Weinheim und Troisdorf, die beispielhafte Konzepte und Modelle entwickelt und in der Praxis erfolgreich umgesetzt haben.

Die Wahl des Wettbewerbsthemas erfolgte vor dem Hintergrund, dass KI längst in der Arbeits- und Berufswelt angekommen ist – von automatisierten Assistenzsystemen über intelligente...

02.02.2026

Monatsrückblick 2026-01

BS Logo kl 220

Januar 2026 - Monatsrückblick Artikel und Themen

Kontextualisierung: Der Bildungs- und Arbeitsmarkt im Januar 2026

Der Jahresauftakt 2026 ist von einer ausgeprägten wirtschaftlichen Schwächephase gezeichnet. Mit rund 45,9 Millionen Erwerbstätigen verzeichnet der deutsche Arbeitsmarkt eine stagnierende bis rückläufige Entwicklung; saisonbereinigt sank die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vormonat um 5.000 Personen.

Dass der Rückgang ohne Saisonbereinigung sogar 126.000 Personen betrug, unterstreicht die laut Bundesagentur für Arbeit fehlende wirtschaftliche Dynamik. In diesem Umfeld verschärft sich der technologische Transformationsdruck durch Künstliche Intelligenz (KI) massiv.

Der strategische Rahmen für 2026 ist somit klar definiert: Während die konjunkturelle Stagnation die...

30.01.2026

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Januar 2026

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BA: »Jahreszeitlich üblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit« 

»Derzeit gibt es nur wenig Dynamik am Arbeitsmarkt. Zum Jahresbeginn hat die Arbeitslosigkeit aus jahreszeitlichen Gründen deutlich zugenommen und damit auch wieder die Marke von drei Millionen überschritten«, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

  • Arbeitslosenzahl im Januar:  +177.000 auf 3.085.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:  +92.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat:  +0,4 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Aufgrund der Winterpause ist die Arbeitslosigkeit im Januar 2026 um 177.000 auf 3.085.000 gestiegen. Saisonbereinigt blieb sie gegenüber dem Vormonat...

30.01.2026

CHECK Studienfinanzierung 2026: Der schleichende Abschied vom staatlichen Fördersystem

Themenkreis Studium und Lehre (Symbolbild)

Krise der staatlichen Studienunterstützung: Nur jede siebte Person nutzt öffentliche Fördermittel

Staatliche Instrumente zur Studienfinanzierung verlieren in Deutschland massiv an Bedeutung. Wie die eine CHE-Auswertung (»CHECK Studienfinanzierung 2026«) belegt, nehmen derzeit nur noch 15,1 Prozent der Studierenden Leistungen wie BAföG, staatliche Stipendien oder Studienkredite in Anspruch.

Damit ist die Quote im Vergleich zum Vorjahr erneut um 1,7 Prozentpunkte gesunken. Die große Mehrheit von rund 85 Prozent der Studierenden ist somit auf private Quellen wie die Unterstützung durch Eltern, eigene Erwerbstätigkeit oder Ersparnisse angewiesen.

Struktureller Bedeutungsverlust des BAföG

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) bleibt zwar das wichtigste staatliche Instrument, erreicht...

30.01.2026

Erwerbsarbeit: Freiwillige Arbeitszeitreduzierung prägt deutschen Arbeitsmarkt

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

Geschlechtercheck Teilzeit: Frauen pflegen, Männer bilden sich fort

Der Anteil der Erwerbstätigen in Teilzeit liegt in Deutschland bei 30,6 Prozent, wobei individuelle Präferenzen die Hauptrolle bei der Entscheidung für reduzierte Arbeitsstunden spielen.

Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für das Jahr 2024 gaben 27,9 Prozent der insgesamt 13,1 Millionen Teilzeitbeschäftigten den eigenen Wunsch als primären Grund an. Damit bildet die persönliche Entscheidung das häufigste Motiv für die Reduzierung der Erwerbsarbeit, noch vor familiären Verpflichtungen oder Qualifizierungsmaßnahmen.

Geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Motivlagen

Trotz der Dominanz freiwilliger Reduzierung zeigen sich signifikante Diskrepanzen zwischen den Geschlechtern. Während bei Frauen der...

30.01.2026

Erwerbstätigkeit im Dezember 2025 leicht rückläufig

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

Im Dezember 2025 waren rund 45,9 Millionen Menschen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig.

Stagnation am Arbeitsmarkt: Erwerbstätigkeit zum Jahresende 2025 rückläufig

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist im Dezember 2025 leicht gesunken und setzt damit einen seit dem Spätsommer beobachtbaren Abwärtstrend fort.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren rund 45,9 Millionen Personen erwerbstätig, was saisonbereinigt einem Rückgang von 5.000 Erwerbstätigen gegenüber dem Vormonat entspricht.

Damit bleibt die Dynamik am Arbeitsmarkt schwach, nachdem bereits von Mai bis November ein durchschnittlicher monatlicher Rückgang von 11.000 Personen verzeichnet worden war.

Deutlicher Rückgang im Vorjahresvergleich

Der Vergleich mit dem Vorjahr verdeutlicht die aktuelle Schwächephase. Im...

30.01.2026

Wandel im Berufsverständnis: Das Ende der klassischen Karriere

Themenkreis HR und Personalführung (Symbolbild)

Mehrheit der Beschäftigten hält eine klassische Karriere für veraltet

Die traditionelle Vorstellung einer linearen Karriere verliert in der modernen Arbeitswelt massiv an Bedeutung. Aktuelle Daten des Randstad Arbeitsbarometers belegen, dass eine deutliche Mehrheit der Beschäftigten den klassischen Aufstiegspfad innerhalb von Hierarchien als überholt betrachtet.

An die Stelle des kontinuierlichen Strebens nach Führungspositionen treten individuelle Prioritäten wie die Balance zwischen Privatleben und Beruf sowie die persönliche Zufriedenheit in der aktuellen Rolle.

Abkehr von hierarchischen Aufstiegsmodellen

Die statistische Auswertung zeigt, dass 63 Prozent der in Deutschland befragten Erwerbstätigen das herkömmliche Karrieremodell als nicht mehr zeitgemäß einstufen. International liegt dieser...

30.01.2026

BA-X (1/2026): Zu Jahresbeginn leichter Rückgang der Kräftenachfrage

BA X

BA-Stellenindex für Deutschland im Januar 2026

Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X), ein saisonbereinigter Indikator für die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland, ist von Dezember 2025 auf Januar 2026 um einen Punkt auf 100 Punkte gesunken und lag damit um 5 Punkte unter seinem Vorjahreswert.

Die Schwankungen des BA-X in den letzten Monaten sind auf Großaufträge zurückzuführen. Insgesamt pendelt sich der Index etwa auf dem Jahresdurchschnitt 2015 ein, der als Referenzwert festgelegt wurde.

Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen ist gegenüber dem Januar 2025 in den meisten Wirtschaftszweigen gesunken und zwar zum Teil in zweistelliger prozentualer Höhe. Ausnahmen sind der öffentliche Bereich, Banken, Finanzen und Versicherung, Qualifizierte Unternehmensdienstleistungen, das...

29.01.2026

IAB-Arbeitsmarktbarometer 1/26: Arbeitsmarktausblick ohne Kraft

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

Arbeitsmarkt stabil – Aufschwung bleibt weiter aus

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer verharrt im Januar den sechsten Monat in Folge oberhalb der neutralen Marke von 100 Punkten. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung erreicht 100,1 Punkte und liegt damit nur minimal unter dem Wert des Vormonats. Die Lage am Arbeitsmarkt zeigt sich stabil, ein spürbarer Aufschwung bleibt jedoch aus.

Beschäftigung leicht im Plus

Die Beschäftigungskomponente des Barometers entwickelt sich etwas positiver. Sie steigt im Januar um 0,2 Punkte auf 100,5 Punkte. Damit signalisiert der Indikator weiterhin leicht positive Beschäftigungsaussichten.

Die Entwicklung verdeutlicht, dass sich der Arbeitsmarkt insgesamt behauptet, auch wenn insbesondere die industrielle Schwäche einen stärkeren...

29.01.2026

»Stadt, Land, Bildung«: Ein detaillierter Blick auf Deutschlands Bildungslandschaft

Themenkreis Frühe Bildung und Schule (Symbolbild)

Stadt oder Land: Wo haben junge Menschen die besseren Chancen auf gute Bildung?

Der Bericht »Stadt, Land, Bildung« der Deutschen Telekom Stiftung analysiert auf Basis einer Repräsentativbefragung des Instituts für Demoskopie Allensbach die Bildungssituation in Deutschland.

Die zentrale Erkenntnis der Studie ist eine überwiegend positive Einschätzung der Bildungschancen durch Bürgermeister*innen, Schulleitungen und Eltern, ungeachtet regionaler Unterschiede zwischen urbanen und ländlichen Räumen. Dennoch zeigen sich bei den strukturellen Rahmenbedingungen und spezifischen Herausforderungen deutliche Disparitäten, die eine regional differenzierte Bildungspolitik erforderlich machen.

Strukturelle Unterschiede und Standortvorteile

Während die grundsätzliche Bildungsqualität in beiden...

29.01.2026

Dynamik der KI-Integration an deutschen Hochschulen

Themenkreis Studium und Lehre (Symbolbild)

KI-Nutzung in Studium und Lehre

Die Nutzung generativer Künstlicher Intelligenz (GenKI) hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem festen Bestandteil des Studienalltags an deutschen Hochschulen entwickelt. Während Studierende die Technologie bereits intensiv für Lernprozesse und Textarbeit adaptieren, zeigen Lehrende und Institutionen eine abwartende Haltung.

Ein systematisches Review des Hochschulforums Digitalisierung verdeutlicht nun die Diskrepanz zwischen pragmatischer Anwendung und fehlenden strukturellen Rahmenbedingungen.

Verbreitung und Anwendungsmuster im Studium

Der Anteil der Studierenden, die KI-Systeme überhaupt nicht nutzen, nimmt kontinuierlich ab und liegt in aktuellen Erhebungen nur noch im einstelligen Prozentbereich.

Die Nutzungsintensität variiert dabei stark nach...

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