Nachrichten überregional

27.01.2026

Empowerment statt Bürokratie: Schlüssel für eine gelungene Transformation

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

Widersprüche im Paradigmenwechsel: Die Transformation aus Sicht der Belegschaft

Der Erfolg des sozial-ökologischen Umbaus der Wirtschaft hängt maßgeblich von der konsequenten Umsetzung neuer Unternehmensstrategien ab, nicht von einer mangelnden Veränderungsbereitschaft der Angestellten.

Eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung widerlegt die These einer »German Angst«, nach der Beschäftigte Neuerungen grundsätzlich skeptisch gegenüberstünden. Tatsächlich erleben 48 Prozent der Befragten eine starke Veränderungsdynamik in ihrem Arbeitsumfeld. Während eine deutliche Mehrheit der Transformation ambivalent, aber offen gegenübersteht, gefährden vor allem inkonsequente Managemententscheidungen und strukturelle Widersprüche die Motivation der Belegschaft.

Strukturelle Hemmnisse und...

26.01.2026

Österreich: Bildungskarenz wird zur Weiterbildungszeit

Themenkreis Weiterbildung und Lernen (Symbolbild)

Reform des Bildungsurlaubs: Einführung der »Weiterbildungszeit« ab 2026

Der österreichische Nationalrat hatte im Oktober 2025 eine grundlegende Reform der beruflichen Weiterbildung beschlossen. Seit Beginn des Jahres 2026 ersetzt die neue »Weiterbildungszeit« das bisherige Modell der Bildungskarenz.

Ziel der gesetzlichen Neuregelung ist eine stärkere Ausrichtung der geförderten Bildungsmaßnahmen am Arbeitsmarkt sowie eine Präzisierung der Qualitätsstandards. Trotz einer Kürzung des Gesamtbudgets sieht die Reform eine Anhebung der Mindestbeihilfe vor, um die finanzielle Absicherung während der Qualifizierungsphase zu verbessern.

Strengere Kriterien für Zugang und Nachweise

Die Inanspruchnahme der »Weiterbildungszeit« ist künftig an verschärfte Voraussetzungen geknüpft. Anspruchsberechtigt sind Personen,...

26.01.2026

Fokus auf Wohnen und Arbeit: Die Schwerpunkte des Mikrozensus 2026

Themenkreis Wissenschaft und Forschung (Symbolbild)

Mikrozensus 2026: Repräsentative Datenerhebung zur gesellschaftlichen Lage startet

Der Mikrozensus 2026 hat begonnen und liefert bis zum Jahresende essenzielle Daten zur sozialen und wirtschaftlichen Situation in Deutschland. Rund ein Prozent der Bevölkerung wird im Rahmen dieser Stichprobenerhebung zu Lebensbedingungen, Erwerbssituation und Bildungsstand befragt.

Die Ergebnisse bilden eine unverzichtbare Grundlage für evidenzbasierte politische Entscheidungen und wissenschaftliche Analysen auf nationaler sowie europäischer Ebene.

Bedeutung für die bildungspolitische und soziale Planung

Das Statistische Bundesamt (Destatis) definiert den Mikrozensus als zentrale Grundlagenerhebung. Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen eine präzise Einordnung von Familienstrukturen,...

24.01.2026

Wege zur Spitze: Wie das Professorinnenprogramm Barrieren abbaut

Themenkreis Frauen in Beruf und Karriere (Symbolbild)

Frauen in der Wissenschaft: Anteil an Professuren auf 30 Prozent gestiegen

Das gemeinsame »Professorinnenprogramm« von Bund und Ländern hat mit der Förderung der 1.000. Stelle für eine Professorin einen bedeutenden Meilenstein erreicht. Dieses zentrale Steuerungsinstrument zielt darauf ab, den Anteil von Frauen in wissenschaftlichen Spitzenpositionen signifikant zu erhöhen und strukturelle Barrieren im Hochschulsystem abzubauen.

Fortschritte bei der Repräsentanz in der Wissenschaft

Obwohl Frauen bei den Bildungsabschlüssen und Promotionen mittlerweile mindestens ebenso erfolgreich sind wie Männer, zeigt sich in den oberen Karrierestufen weiterhin eine Diskrepanz. Während der Anteil an Professorinnen vor rund zwei Jahrzehnten lediglich 14 Prozent betrug, konnte dieser Wert bis zum Jahr...

23.01.2026

Zukunftslabor und Bücherregal: Innovationen im Bildungssektor

Themenkreis Frühe Bildung und Schule (Symbolbild)

Transformation der Bildungslandschaft: Die Digitalstrategie für Rheinland-Pfalz

Die neue »Digitalstrategie für die Bildungslandschaft in Rheinland-Pfalz« definiert den Rahmen für eine umfassende Modernisierung des Bildungswesens bis zum Jahr 2035. Im Zentrum steht das Ziel, junge Menschen zur aktiven Gestaltung einer digital geprägten Lebens- und Arbeitswelt zu befähigen.

Dabei folgt das Land dem Leitgedanken, dass technologische Entwicklungen primär pädagogischen Zwecken dienen müssen. Die Strategie bündelt bestehende Initiativen und setzt neue Impulse für eine systematische Verknüpfung von Technik, Didaktik und Verwaltung.

Strategische Handlungsfelder und pädagogische Ausrichtung

Die Digitalstrategie gliedert die anstehenden Transformationsprozesse in drei zentrale Handlungsfelder.

Der...

22.01.2026

Promotionen im Fächercheck: Naturwissenschaften behaupten Spitzenpositionen

Themenkreis Wissenschaft und Forschung (Symbolbild)

Beständigkeit im höchsten akademischen Grad: Promotionsgeschehen in Deutschland 2022 bis 2024

Die Anzahl der jährlichen Promotionen an deutschen Hochschulen verharrt trotz eines massiven Anstiegs bei den Studienanfängen seit der Jahrtausendwende auf einem weitgehend stabilen Niveau.

Zwischen 24.000 und 29.000 Abschlüsse werden pro Jahr verzeichnet, wobei das Fach Medizin mit durchschnittlich über 7.300 Promotionen jährlich die quantitative Spitze bildet.

In der Relation zum Master- oder Staatsexamensniveau zeigt sich jedoch die Chemie mit einer Quote von 80 Prozent als das promotionsstärkste Fach.

Stagnation trotz steigender Studierendenzahlen

Obwohl die Zahl der Erstsemester insbesondere bis zum Jahr 2011 um knapp 200.000 Personen zunahm und seither auf diesem hohen Level verblieb,...

22.01.2026

Bildungszeit in Sachsen-Anhalt: Der aktuelle Stand

Themenkreis Weiterbildung und Lernen (Symbolbild)

Neues Bildungszeitgesetz in Sachsen-Anhalt: Reformstau oder Durchbruch?

Während fast alle Bundesländer moderne Regelungen für die Freistellung zu Bildungszwecken besitzen, hinkt Sachsen-Anhalt hinterher. Ein neuer Gesetzentwurf soll das veraltete Modell von 1998 ablösen (Der BildungsSpiegel berichtete). Doch kurz vor der geplanten Verabschiedung im Landtag zeigt die Regierungskoalition tiefe Risse.

Bisher ist die Lage für Beschäftigte in Sachsen-Anhalt klar geregelt, aber begrenzt: Das aktuelle Bildungsfreistellungsgesetz erlaubt fünf Tage bezahlten Urlaub pro Jahr – allerdings fast ausschließlich für rein berufliche Weiterbildung.

Mit dem neuen Bildungszeitgesetz (BzG LSA) will die schwarz-rot-gelbe Landesregierung den Begriff Bildung weiter fassen und an die Realität des 21....

22.01.2026

Mindestlohnerhöhung auf 13,90 Euro betraf bis zu 4,8 Millionen Jobs

Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) auf Basis der Verdiensterhebung vom April 2025 waren von der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2026 deutschlandweit bis zu 4,8 Millionen Jobs betroffen.

Demnach lag knapp jedes achte Beschäftigungsverhältnis (rund 12 %) im April 2025 rechnerisch unterhalb des Mindestlohns von 13,90 Euro pro Stunde. Werden diese Jobs mit dem neuen Mindestlohn vergütet, ergibt sich für die betroffenen Beschäftigten eine geschätzte Steigerung der Verdienstsumme um bis zu 6 % beziehungsweise 275 Millionen Euro. Bei der Schätzung wurde angenommen, dass alle betroffenen Beschäftigten mindestens den zuletzt gültigen Mindestlohn von 12,82 Euro erhalten hatten. Lohnsteigerungen nach April 2025 wurden nicht berücksichtigt. Bei...

21.01.2026

Forschungsleistungen und Forschungspersonal an privaten Hochschulen

Themenkreis Wissenschaft und Forschung (Symbolbild)

Differenzierung und Effizienz: Die Forschungslandschaft privater Hochschulen

Der private Hochschulsektor in Deutschland hat sich zu einem hochgradig ausdifferenzierten Segment entwickelt, das über die klassische Trennung zwischen Universität und Fachhochschule hinausgeht.

Eine aktuelle Studie des Instituts für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg belegt, dass insbesondere das fächerbezogene Kostenprofil über die Forschungsintensität und Ressourcenverteilung entscheidet. Während private Universitäten und kostenintensive Fachhochschulen signifikante Forschungsleistungen erbringen, etablieren vor allem spezialisierte private Fachhochschulen zunehmend effiziente Modelle der Wissensproduktion, die im direkten Vergleich mit staatlichen Institutionen...

21.01.2026

Digitales Paradoxon: Warum KI-Tools für Unsicherheit in deutschen Büros sorgen

Themenkreis KI, Digitalisierung, Digitale Transformation (Symbolbild)

Digitale Transformation: Wachsender KI-Einsatz verschärft Kompetenzunsicherheit

Die Nutzung künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz nimmt stetig zu, führt jedoch gleichzeitig zu einem signifikanten Rückgang des Selbstvertrauens in die eigenen digitalen Kompetenzen.

Das aktuelle »Global Talent Barometer 2026« konstatiert für den deutschen Arbeitsmarkt eine wachsende Diskrepanz zwischen technologischer Anwendung und persönlicher Sicherheit: Während der Anteil der Beschäftigten, die regelmäßig KI-Tools nutzen, auf 41 Prozent gestiegen ist, sank das Vertrauen in die eigene Befähigung im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 60 Prozent.

Diese Entwicklung wird als »AI Confidence Gap« bezeichnet und markiert eine kritische Phase der digitalen Transformation in Unternehmen.

Ursachen der...

20.01.2026

Arbeit im Ruhestand: Trend mit strukturellen Grenzen

Themenkreis Demografie und Alternde Belegschaften (Symbolbild)

Erwerbstätigkeit im Rentenalter nimmt deutlich zu

Immer mehr Menschen arbeiten auch nach dem regulären Renteneintritt weiter. Innerhalb eines Jahrzehnts ist die Erwerbstätigenquote der 65- bis 69-Jährigen in Deutschland stark gestiegen.

Gleichzeitig zeigt sich: Der Beitrag dieser Gruppe zur Entlastung des Arbeitsmarkts bleibt überschaubar. Kurze Arbeitszeiten, soziale Ungleichheiten und institutionelle Hürden begrenzen das Potenzial.

Jede fünfte Person zwischen 65 und 69 Jahren ist erwerbstätig

Zwischen 2013 und 2023 ist der Anteil erwerbstätiger Personen im Alter von 65 bis 69 Jahren von 13 auf 20 Prozent gestiegen. Damit ist inzwischen jede fünfte Person dieser Altersgruppe beruflich aktiv.

Der Trend verweist auf veränderte Erwerbsbiografien, bessere Gesundheit im Alter und einen...

20.01.2026

Mehr Vielfalt im Klassenzimmer: Trend zur Einwanderungsgeschichte hält an

Themenkreis Frühe Bildung und Schule (Symbolbild)

Migrationshintergrund an Schulen: 29 Prozent der Schüler, 11 Prozent der Lehrer

Der Anteil von Personen mit einer »Einwanderungsgeschichte« in der deutschen Schülerschaft sowie im Lehrkörper ist innerhalb der vergangenen fünf Jahre kontinuierlich gestiegen.

Aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes zum Internationalen Tag der Bildung belegen jedoch eine deutliche Diskrepanz in der personellen Zusammensetzung: Während 2024 fast ein Drittel der Lernenden einen Migrationshintergrund aufweist, ist dies nur bei etwa jeder zehnten Lehrkraft der Fall.

Eine Person verfügt laut Definition über eine »Einwanderungsgeschichte«, sofern sie selbst oder beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland zugewandert sind.

Strukturelle Unterschiede zwischen Schülerschaft und Kollegien

Im Jahr 2024 verfügten...

20.01.2026

»Weiterbildungswege«: Neue IWWB-Serie bietet Orientierung für die Karriere

Themenkreis Weiterbildung und Lernen (Symbolbild)

Strategische Karriereplanung durch praxisnahe Qualifizierung

Das InfoWeb Weiterbildung (IWWB) führt den neuen Informationsbereich »Weiterbildungswege« ein, um die berufliche Entwicklung durch konkrete Praxisbeispiele zu unterstützen.

Ziel des Angebots ist es, individuelle Karrieren durch gezielte Bildungsmaßnahmen zu fördern und die Beschäftigungsfähigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt langfristig zu sichern.

Das Format liefert Impulse für unterschiedliche Qualifikationsstufen und zeigt in der ersten Folge auf, wie der Aufstieg in zukunftsrelevante Sektoren gelingt.

Gesellschaftlicher Wandel und Bildungserfordernisse

Der technologische Fortschritt verändert die Anforderungen am Arbeitsplatz grundlegend. Wissen veraltet in immer kürzeren Zyklen, was eine kontinuierliche Anpassung der...

19.01.2026

KI verdrängt Routine: Die neue Rolle von Nachwuchskräften in der Wirtschaft

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

Fokus auf Soft Skills und KI: Neue Anforderungen für Berufseinsteiger*innen

In der deutschen Wirtschaft gewinnen soziale Kompetenzen und der Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) bei der Rekrutierung von Nachwuchskräften massiv an Bedeutung.

Während fachliche Grundlagen weiterhin Voraussetzung bleiben, priorisieren Unternehmen zunehmend die überfachlichen Fähigkeiten der Bewerber*innen. Gleichzeitig zeichnet sich ein struktureller Wandel ab, da 40 Prozent der Betriebe planen, klassische Einstiegstätigkeiten in den kommenden drei Jahren durch KI-Anwendungen zu ersetzen.

Trotz dieser Automatisierungswelle bleibt der Bedarf an Nachwuchskräften bei der Mehrheit der Unternehmen stabil.

Soziale Kompetenzen als entscheidender Faktor

Der aktuelle Arbeitsmarkt fordert von Berufseinsteiger*innen...

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