Nachrichten überregional
20.02.2026
Neuauflage der Qualitätsoffensive Lehrerbildung
Professionalisierung der Lehrkräftebildung im Fokus bundespolitischer Planung
Die Bundesregierung prüft aktuell die Umsetzung eines Nachfolgeprogramms für die »Qualitätsoffensive Lehrerbildung«. Das geht aus ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.
Ziel ist es, an die Reformerfolge der im Jahr 2023 ausgelaufenen Initiative anzuknüpfen und die Qualität der pädagogischen Ausbildung nachhaltig zu sichern.
Kontinuität in der Reform der Lehrkräftebildung
Zwischen 2015 und 2023 unterstützten Bund und Länder insgesamt 92 Projekte an 72 Hochschulen, um die Ausbildung angehender Lehrkräfte zu modernisieren. Diese Kooperation adressierte zentrale Herausforderungen wie die Inklusion, den Umgang mit Heterogenität sowie die Verbesserung des Praxisbezugs im...
20.02.2026
Wandel der Zeitarbeit: Weg von der Monotonie
Positive Entwicklungen in der Zeitarbeitsbranche
Die Arbeitsbedingungen für Zeitarbeitende haben sich in den vergangenen zwölf Jahren in vielen Bereichen spürbar verbessert, was zu einer deutlich höheren Arbeitszufriedenheit führt.
Aktuelle Daten der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung von 2024 belegen, dass insbesondere die psychischen Ressourcen und die finanzielle Situation der Beschäftigten zugenommen haben. Trotz der weiterhin starken Präsenz in der industriellen Produktion, die oft durch physische Belastungen geprägt ist, gewinnen psychosoziale Faktoren und Handlungsspielräume zunehmend an Bedeutung.
Wandel der Arbeitsanforderungen und Ressourcen
Ein zentraler Trend in der modernen Zeitarbeit ist der Rückgang monotoner Tätigkeiten. Während 2012 noch 68 Prozent der Befragten angaben,...
18.02.2026
Akademische Allianz für die Welt: Start der SDG-Förderrunde 2026
Globale Wissenschaftskooperationen für die Agenda 2030
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) weitet die Unterstützung für internationale Hochschulpartnerschaften signifikant aus. Ab Februar 2026 erhalten 18 neue Kooperationsprojekte deutscher Hochschulen und Forschungseinrichtungen eine Förderung im Rahmen des Programms »SDG-Partnerschaften«.
Diese Initiative zielt darauf ab, durch akademische Zusammenarbeit einen messbaren Beitrag zu den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) zu leisten.
Strategische Schwerpunkte und institutionelle Stärkung
Die geförderten Vorhaben konzentrieren sich auf den Aufbau langfristiger wissenschaftlicher Netzwerke und die Festigung institutioneller Kapazitäten in den Partnerländern. Ein zentraler...
18.02.2026
4. Quartal 2025: Erwerbstätigkeit leicht rückläufig
Rückgang der Erwerbstätigkeit zum Jahresabschluss 2025
Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist im vierten Quartal 2025 leicht gesunken. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes waren rund 46,1 Millionen Personen beschäftigt, was einem saisonbereinigten Rückgang von 25.000 Menschen gegenüber dem Vorquartal entspricht.
Dieser Abwärtstrend setzte sich damit das dritte Quartal in Folge fort, wobei das Beschäftigungsniveau erstmals seit Anfang 2021 auch unter dem Wert des Vorjahresquartals lag.
Divergierende Entwicklungen am Arbeitsmarkt
Trotz der allgemeinen Abschwächung zeigt sich ein gespaltenes Bild zwischen den Wirtschaftszweigen. Während die Dienstleistungsbereiche insgesamt ein Plus von 122.000 Stellen verzeichneten, schrumpfte die Beschäftigung im Produzierenden Gewerbe sowie im...
18.02.2026
Politisches Vertrauen und das Empfinden gesellschaftlicher Ausgrenzung
Ein stabiles Fundament aus Vertrauen bildet die Voraussetzung für eine funktionsfähige Demokratie
Aktuelle Daten des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) belegen, dass das Vertrauen in staatliche Institutionen in der zweiten Lebenshälfte stark variiert. Während Polizei und Justiz hohe Zustimmungswerte verzeichnen, korrelieren geringe Einkommen und das Gefühl sozialer Exklusion deutlich mit politischer Skepsis.
Institutionelle Neutralität als Vertrauensfaktor
Die Untersuchung aus dem Wintes 2023/24 zeigt eine klare Hierarchie in der Vertrauensbewertung. Rund 86 Prozent der Befragten bringen der Polizei Vertrauen entgegen, gefolgt von der Wissenschaft mit etwa 82 Prozent und der Justiz mit fast 79 Prozent. Diese Institutionen gelten als weitgehend unparteiisch und sind weniger in...
17.02.2026
Quiet Cracking: Wenn die stille Erschöpfung den Berufsalltag dominiert
Stille Erschöpfung am Arbeitsplatz erreicht kritischen Höchststand
Fast 30 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland arbeiten an der Grenze ihrer psychischen Belastbarkeit, ohne dass dies im beruflichen Umfeld sichtbar wird.
Dieses als »Quiet Cracking« bezeichnete Phänomen beschreibt eine schleichende Erschöpfung, bei der Betroffene nach außen hin weiterhin funktionieren, während sie innerlich bereits ausgebrannt sind.
Besonders alarmierend ist die Situation bei den unter 30-jährigen Beschäftigten, von denen laut der repräsentativen Studie »Arbeiten 2025« der Pronova BKK rund 40 Prozent betroffen sind. Damit übertrifft die stille Überlastung in ihrer Verbreitung sogar die klassische innere Kündigung, die bei 24 Prozent der Befragten vorliegt.
Ursachen in der modernen Arbeitswelt
Die Gründe...
17.02.2026
Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Mittelstand
Innovationskraft als Motor für den Einsatz Künstlicher Intelligenz
Die Nutzung von »Künstlicher Intelligenz« (KI) im deutschen Mittelstand hat in den vergangenen sechs Jahren einen deutlichen Aufschwung erfahren und sich verfünffacht.
Aktuell setzen bereits 20 Prozent der mittelständischen Unternehmen KI-Anwendungen ein. Der Erfolg dieser Integration ist jedoch eng an spezifische Voraussetzungen geknüpft: Ein hoher digitaler Reifegrad, die Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Daten sowie ausgeprägte Innovationsaktivitäten bilden das notwendige Fundament.
Faktoren für eine erfolgreiche Einführung
Besonders intensiv wird die Technologie in Unternehmen genutzt, die über eine starke interne Wissensbasis verfügen. Betriebe mit Hochschulabsolventen oder eigenen Forschungs- und
...17.02.2026
DAAD stellt Arbeit in Russland ein
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) stellt seine Arbeit in der Russischen Föderation ein
Das russische Justizministerium hatte den DAAD am 10. Februar zur »unerwünschten Organisation« erklärt. Infolge dieser Entscheidung werden das DAAD-Büro in Moskau sowie das vom DAAD verantwortete »Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus« (DWIH) Moskau geschlossen.
»Wir bedauern diese Entscheidung der russischen Regierung. In den vergangenen Jahren gab es vor Ort weiterhin Interesse an DAAD-Stipendien für Studien- oder Forschungsaufenthalte in Deutschland. Zugleich gilt: Am Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine haben wir im Konsens mit den anderen Wissenschaftsorganisationen festgelegt, dass es keine politischen und institutionellen Kontakte mehr mit Russland gibt und auch keine...
17.02.2026
Herkunft bestimmt weiterhin den Bildungserfolg in Europa
Herkunft bleibt entscheidend: Vergleichende Einblicke aus neun europäischen Ländern
Die soziale Herkunft beeinflusst die Bildungschancen von Kindern in Europa nach wie vor maßgeblich. Eine aktuelle Vergleichsstudie des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi) und internationaler Partnerorganisationen zeigt, dass trotz unterschiedlicher Bildungssysteme in neun europäischen Ländern strukturelle Benachteiligungen bestehen bleiben.
Kinder aus akademischen Haushalten erreichen demnach deutlich häufiger höhere Bildungsabschlüsse als Kinder aus Familien mit geringerem formalem Bildungsstatus.
Persistenz sozialer Disparitäten
Aus der Untersuchung geht hervor, dass die Kopplung von sozialer Herkunft und Kompetenzerwerb ein stabiles Merkmal moderner Gesellschaften ist. Unter »sozialen...
16.02.2026
Ressourcenmangel belastet den Führungsalltag in Unternehmen
Hernstein Management Report: Führungskräfte zwischen Zeitdruck und Budgetkürzungen
Der aktuelle Hernstein Management Report verdeutlicht die zunehmenden strukturellen Belastungen für Führungskräfte in Deutschland und Österreich.
Laut der repräsentativen Studie, für die 1.600 Personen in Leitungspositionen befragt wurden, stellen begrenzte Ressourcen bei Zeit, Personal und Budget für 52 Prozent der deutschen Befragten die größte Hürde im Arbeitsalltag dar. In Österreich liegt dieser Wert mit 62 Prozent sogar noch höher.
Diese Rahmenbedingungen erfordern eine hohe Anpassungsfähigkeit und belasten die Effizienz moderner Unternehmensführung.
Wirtschaftliche Faktoren und administrative Hürden
Zusätzlich zu den Ressourcenengpässen erschweren bürokratische Anforderungen die operative Arbeit....
12.02.2026
Monitor Lehrkräftebildung 2026: Verbindlichkeit noch kein Standard
Fortschritte bei der digitalen Medienkompetenz in der Lehrkräftebildung
Die verpflichtende Integration digitaler Kompetenzen in das Lehramtsstudium hat in den vergangenen Jahren deutlich an Dynamik gewonnen, erreicht jedoch noch keinen flächendeckenden Standard.
Aktuelle Daten des »Monitor Lehrkräftebildung« vom Februar 2026 belegen, dass die Verankerung von »Medienkompetenz in einer digitalen Welt« als obligatorischer Studienbestandteil substanzielle Fortschritte verzeichnet. Dennoch besteht weiterhin eine Qualifizierungslücke, da an rund einem Drittel der Hochschulen entsprechende Inhalte nicht für alle angehenden Lehrkräfte verpflichtend vorgeschrieben sind.
Besonders deutlich zeigt sich dies beim Lehramt an Gymnasien, wo 34 Prozent der Standorte keine verbindlichen Standards für...
12.02.2026
BAuA-Studie 2023: Jeder Zweite arbeitet von zu Hause
Etablierung des mobilen Arbeitens: Betriebliche Regelungen als Schlüsselfaktor
Die Arbeit im Homeoffice hat sich dauerhaft in der deutschen Arbeitswelt verfestigt und betrifft mittlerweile etwa die Hälfte aller Erwerbstätigen.
Aktuelle Auswertungen der BAuA-Arbeitszeitbefragung 2023 belegen, dass die Präsenz betrieblicher Vereinbarungen sowie eine systematische Arbeitszeiterfassung maßgeblich über die Qualität dieser Arbeitsform entscheiden. Klare Rahmenbedingungen fördern nicht nur die individuelle Zeitsouveränität, sondern schützen Beschäftigte auch vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
Positive Effekte durch strukturierte Rahmenbedingungen
Wo feste betriebliche Regelungen implementiert sind, verfügen Erwerbstätige über signifikant größere Spielräume bei der Gestaltung von...
12.02.2026
Qualifizierung im Fokus: Warum Deutschland bei der Weiterbildung nachsteuern muss
Nur jeder zehnte Erwerbstätige bildet sich weiter
In einer sich stetig wandelnden Arbeitswelt gewinnt lebenslanges Lernen kontinuierlich an Bedeutung.
Aktuelle Daten verdeutlichen jedoch eine Diskrepanz zwischen bildungspolitischen Zielen und der tatsächlichen Inanspruchnahme von Bildungsangeboten. Während die Notwendigkeit zur Anpassung an technologische Innovationen steigt, bleibt die Beteiligung an Weiterbildungsmaßnahmen in Deutschland im europäischen Vergleich moderat.
Moderate Beteiligung im europäischen Vergleich
Wie de.statista.com aufzeigt, belegen Ergebnisse einer Erhebung des Statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat), dass die Weiterbildungsquote der 25- bis 64-jährigen Bevölkerung in Deutschland lediglich bei 9,4 Prozent liegt. Damit unterschreitet die...
12.02.2026
EFI-Gutachten 2026 zur Forschungs- und Innovationspolitik vorgelegt
Ein Masterplan für Europas technologische Souveränität
Das Jahresgutachten 2026 der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) unterstreicht die Notwendigkeit, Deutschland und Europa durch gezielte strukturelle Reformen technologisch souverän und wettbewerbsfähig zu positionieren.
Die Analysen verdeutlichen, dass exzellente Forschungsergebnisse derzeit noch zu selten in marktfähige Innovationen und heimische Wertschöpfung münden.
Strategische Souveränität durch künstliche Intelligenz
Obwohl Deutschland und die Europäische Union über eine starke Forschungsbasis verfügen, bleibt die wirtschaftliche Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) hinter den globalen Möglichkeiten zurück.
Die Expertenkommission empfiehlt daher, KI-Politik konsequent europäisch auszurichten und technologische...
