Nachrichten überregional

12.02.2026

Monitor Lehrkräftebildung 2026: Verbindlichkeit noch kein Standard

Themenkreis Studium und Lehre (Symbolbild)

Fortschritte bei der digitalen Medienkompetenz in der Lehrkräftebildung

Die verpflichtende Integration digitaler Kompetenzen in das Lehramtsstudium hat in den vergangenen Jahren deutlich an Dynamik gewonnen, erreicht jedoch noch keinen flächendeckenden Standard.

Aktuelle Daten des »Monitor Lehrkräftebildung« vom Februar 2026 belegen, dass die Verankerung von »Medienkompetenz in einer digitalen Welt« als obligatorischer Studienbestandteil substanzielle Fortschritte verzeichnet. Dennoch besteht weiterhin eine Qualifizierungslücke, da an rund einem Drittel der Hochschulen entsprechende Inhalte nicht für alle angehenden Lehrkräfte verpflichtend vorgeschrieben sind.

Besonders deutlich zeigt sich dies beim Lehramt an Gymnasien, wo 34 Prozent der Standorte keine verbindlichen Standards für...

12.02.2026

BAuA-Studie 2023: Jeder Zweite arbeitet von zu Hause

Themenkreis Arbeitswelt und Beruf (Symbolbild)

Etablierung des mobilen Arbeitens: Betriebliche Regelungen als Schlüsselfaktor

Die Arbeit im Homeoffice hat sich dauerhaft in der deutschen Arbeitswelt verfestigt und betrifft mittlerweile etwa die Hälfte aller Erwerbstätigen.

Aktuelle Auswertungen der BAuA-Arbeitszeitbefragung 2023 belegen, dass die Präsenz betrieblicher Vereinbarungen sowie eine systematische Arbeitszeiterfassung maßgeblich über die Qualität dieser Arbeitsform entscheiden. Klare Rahmenbedingungen fördern nicht nur die individuelle Zeitsouveränität, sondern schützen Beschäftigte auch vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

Positive Effekte durch strukturierte Rahmenbedingungen

Wo feste betriebliche Regelungen implementiert sind, verfügen Erwerbstätige über signifikant größere Spielräume bei der Gestaltung von...

12.02.2026

Qualifizierung im Fokus: Warum Deutschland bei der Weiterbildung nachsteuern muss

Themenkreis Weiterbildung und Lernen (Symbolbild)

Nur jeder zehnte Erwerbstätige bildet sich weiter

In einer sich stetig wandelnden Arbeitswelt gewinnt lebenslanges Lernen kontinuierlich an Bedeutung.

Aktuelle Daten verdeutlichen jedoch eine Diskrepanz zwischen bildungspolitischen Zielen und der tatsächlichen Inanspruchnahme von Bildungsangeboten. Während die Notwendigkeit zur Anpassung an technologische Innovationen steigt, bleibt die Beteiligung an Weiterbildungsmaßnahmen in Deutschland im europäischen Vergleich moderat.

Moderate Beteiligung im europäischen Vergleich

Wie de.statista.com aufzeigt, belegen Ergebnisse einer Erhebung des Statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat), dass die Weiterbildungsquote der 25- bis 64-jährigen Bevölkerung in Deutschland lediglich bei 9,4 Prozent liegt. Damit unterschreitet die...

12.02.2026

EFI-Gutachten 2026 zur Forschungs- und Innovationspolitik vorgelegt

EFIEin Masterplan für Europas technologische Souveränität

Das Jahresgutachten 2026 der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) unterstreicht die Notwendigkeit, Deutschland und Europa durch gezielte strukturelle Reformen technologisch souverän und wettbewerbsfähig zu positionieren. 

Die Analysen verdeutlichen, dass exzellente Forschungsergebnisse derzeit noch zu selten in marktfähige Innovationen und heimische Wertschöpfung münden.

Strategische Souveränität durch künstliche Intelligenz

Obwohl Deutschland und die Europäische Union über eine starke Forschungsbasis verfügen, bleibt die wirtschaftliche Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) hinter den globalen Möglichkeiten zurück.

Die Expertenkommission empfiehlt daher, KI-Politik konsequent europäisch auszurichten und technologische...

11.02.2026

Herausforderung Deepfakes: Warum Medienkompetenz jetzt Priorität hat

Themenkreis Verschiedenes (Symbolbild)

Deepfakes und KI-Gefahren: Steigendes Misstrauen gefährdet gesellschaftlichen Diskurs

Die Verbreitung von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Erzeugung täuschend echter Fälschungen, sogenannter »Deepfakes«, führt zu einer massiven Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung.

Eine gerade veröffentlichte Studie der IU Internationalen Hochschule zeigt, dass das Vertrauen in digitale Inhalte sowie in den öffentlichen Diskurs durch die technologische Entwicklung unter Druck gerät. Besonders die Sorge vor politischer Manipulation und der gezielten Desinformation prägt die aktuelle Debatte.

Technologische Risiken und die Erosion der Glaubwürdigkeit

Unter »Deepfakes« werden Medieninhalte verstanden, die mithilfe von KI-Verfahren wie dem Deep Learning manipuliert oder vollständig künstlich erschaffen wurden....

10.02.2026

Fortschritte bei der Gleichstellung in der Bundesverwaltung

Themenkreis Frauen in Beruf und Karriere (Symbolbild)

Frauenanteil in Führungsebene steigt kontinuierlich

Der aktuelle Bericht der Bundesregierung zum Bundesgleichstellungsgesetz (BGleiG) belegt eine positive Entwicklung: Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern im Bundesdienst kommt voran. Insbesondere in Führungspositionen ist ein deutlicher Zuwachs an Frauen zu verzeichnen.

Dennoch zeigt die Auswertung für den Zeitraum von 2021 bis 2024, dass die praktische Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben je nach Dienststelle noch stark variiert. Um das Ziel einer flächendeckenden Gleichstellung zu erreichen, bleibt ein konsequentes Handeln in allen Verwaltungsbereichen entscheidend.

Positive Trends in der Führungskräfteentwicklung

Die statistischen Daten bis zum Jahr 2023 verdeutlichen einen stetigen Trend zu mehr...

09.02.2026

Ökonomie der Geduld: Warum Deutschland bei der Weiterbildung stagniert

Themenkreis Weiterbildung und Lernen (Symbolbild)

Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland: Die Rolle der Geduld für das Lebenslange Lernen

Die Beteiligung an Weiterbildungsmaßnahmen in Deutschland liegt im europäischen Vergleich auf einem niedrigen Niveau.

Während im Jahr 2024 lediglich 9,4 Prozent der 25- bis 64-jährigen Bevölkerung an beruflichen oder privaten Fortbildungen teilnahmen, betrug der Durchschnitt innerhalb der Europäischen Union 13,5 Prozent. Spitzenwerte erzielen hierbei Schweden, Dänemark und Finnland, wohingegen Deutschland lediglich vor Rumänien, Kroatien, Bulgarien und Griechenland rangiert.

Da Lebenslanges Lernen als zentraler Faktor für die wirtschaftliche Anpassungsfähigkeit gilt, rücken die Ursachen für diese Diskrepanzen verstärkt in den Fokus der Bildungsforschung.

Kulturelle Präferenzen als Einflussfaktor

Eine aktuelle

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09.02.2026

Forschung für das Klassenzimmer: Niedersachsen gründet Kompetenzzentrum ZEB

Themenkreis Wissenschaft und Forschung (Symbolbild)

Forschungsbasierte Schulentwicklung: Land fördert neues Kompetenzzentrum

Niedersachsen stärkt die empirische Bildungsforschung, um die Qualität des Unterrichts und die Ausbildung von Lehrkräften systematisch zu verbessern.

Zu diesem Zweck erhält ein neu gegründetes »Zentrum für Empirische Bildungsforschung« (ZEB) eine Förderung in Höhe von 5,8 Millionen Euro. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse enger mit der schulischen Praxis zu verzahnen und datengestützte Lösungen für aktuelle Herausforderungen im Bildungssystem zu entwickeln.

Interdisziplinäre Vernetzung für den Praxistransfer

Das ZEB ist als Verbundprojekt der Universitäten Lüneburg, Oldenburg und Vechta konzipiert. Durch die Bündelung von Expertise aus verschiedenen Fachbereichen soll eine Plattform entstehen, die den...

08.02.2026

Weiterbildung zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Themenkreis Weiterbildung und Lernen (Symbolbild)

Lebenslanges Lernen wird zur Schlüsselstrategie für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands

Der tiefgreifende wirtschaftliche, technologische und gesellschaftliche Wandel zwingt Politik, Betriebe und Individuen dazu, Weiterbildung neu zu organisieren. Nicht punktuelle Qualifizierung, sondern kontinuierliche Kompetenzentwicklung entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit, soziale Teilhabe und berufliche Souveränität. Die zentrale Herausforderung besteht darin, den hohen politischen Anspruch endlich in eine breite, gerechte Beteiligung zu übersetzen.

Weiterbildung als strategische Notwendigkeit

Disruptive Technologien, Digitalisierung und demografische Verschiebungen verändern Arbeitsmärkte schneller als je zuvor. Lebenslanges Lernen entwickelt sich damit von einer individuellen Option zu einer...

06.02.2026

Bildung als Fundament: Warum Qualifizierung die Transformation retten kann

Themenkreis Verschiedenes (Symbolbild)

Druck zur Qualifizierung: Bildungsbedarf als Nadelöhr der sozial-ökologischen Transformation

Die erfolgreiche Umsetzung der klimapolitischen Ziele erfordert eine umfassende Neuausrichtung der beruflichen Qualifizierung.

Ohne qualifizierte Fachkräfte lässt sich die sozial-ökologische Transformation nicht realisieren. Eine im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellte Studie benennt zentrale Branchen und Berufe, die den Wandel maßgeblich vorantreiben. Untersucht werden dabei Fachkräfteengpässe, regionale Besonderheiten sowie die jeweiligen Arbeitsbedingungen. Darauf aufbauend formuliert die Studie konkrete Anforderungen an Bildung, Weiterbildung und politische Rahmenbedingungen.

Wie die Studie zeigt, reicht die bloße Verfügbarkeit von Personal nicht aus; vielmehr entscheidet die spezifische...

05.02.2026

NRW-Bildungsscheck 2.0: Weniger Bürokratie, mehr Freiheit

Themenkreis Weiterbildung und Lernen (Symbolbild)

Bildungsscheck 2.0: Nordrhein-Westfalen ändert die Förderlogik der Weiterbildung

Nordrhein-Westfalen richtet seine Weiterbildungsförderung grundlegend neu aus. Mit dem Start des »Bildungsscheck 2.0« verlagert das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) den Schwerpunkt der Förderung konsequent auf Einzelpersonen. Damit endet eine Phase, in der Unternehmen einen erheblichen Teil der Mittel für betriebliche Personalentwicklung nutzen konnten.

Der Schritt markiert einen deutlichen Paradigmenwechsel in der Landesförderung: Weg von der betriebsbezogenen Qualifizierung, hin zu mehr individueller Bildungssouveränität.

Vom Erfolgsmodell zur Neujustierung

Der ursprüngliche Bildungsscheck gilt als eines der erfolgreichsten Förderinstrumente der beruflichen Weiterbildung in...

05.02.2026

Gesetzlicher Anspruch auf Bildungsfreistellung: Sachsen beschließt Bildungszeit

Themenkreis Weiterbildung und Lernen (Symbolbild)

Sächsischer Landtag beschließt Einführung einer gesetzlichen Qualifizierungszeit

Ab dem Jahr 2027 erhalten Beschäftigte in Sachsen einen rechtlich verankerten Anspruch auf bezahlte Freistellung für Weiterbildungszwecke.

Der Landtag stimmte am 4. Februar 2026 mehrheitlich für die Einführung einer sogenannten »Qualifizierungszeit«. Der Beschluss markiert das Ende einer langjährigen politischen Debatte und ist das direkte Resultat eines erfolgreichen Volksantrages, der von über 55.000 Personen unterstützt wurde.

Damit verbleibt Bayern als einziges Bundesland ohne eine entsprechende gesetzliche Regelung.

Eckpunkte der Neuregelung

Die gesetzliche Grundlage sieht vor, dass Arbeitnehmer*innen künftig drei Arbeitstage pro Kalenderjahr für anerkannte Bildungsmaßnahmen nutzen können. Diese...

04.02.2026

Bildungsort Familie: Wenn die Herkunft über die Zukunft entscheidet

Themenkreis Verschiedenes (Symbolbild)

Sozioökonomische Disparitäten im Bildungsort Familie: Zeit- und Geldinvestitionen als Treiber ungleicher Chancen

Die familiäre Herkunft entscheidet in Deutschland weiterhin maßgeblich über den Bildungserfolg von Kindern.

Aktuelle Daten des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) belegen, dass bildungs- und einkommensstarke Eltern signifikant mehr Zeit und finanzielle Mittel in die Förderung ihres Nachwuchses investieren als sozioökonomisch schwächer gestellte Haushalte. Diese Unterschiede im »Bildungsort Familie« tragen wesentlich zur Verfestigung sozialer Ungleichheit bei.

Quantifizierung der zeitlichen Bildungsunterschiede

Analysen auf Basis neuester Datensätze zeigen, dass Kinder aus Akademikerhaushalten täglich im Durchschnitt knapp 20 Minuten mehr Zeit mit ihren Eltern für...

04.02.2026

Newskilling statt Deskilling: Potenziale generativer KI an Hochschulen

Themenkreis Studium und Lehre (Symbolbild)

Kompetenzwandel in der Hochschulbildung durch generative KI

Die Integration generativer Künstlicher Intelligenz (GenKI) in die Hochschullehre führt zu einer tiefgreifenden Verschiebung akademischer Qualifikationsprofile. Während die öffentliche Debatte häufig das Risiko eines Kompetenzverlusts thematisiert, rückt die wissenschaftliche Analyse von Prof. Doris Weßels und Dr. Miriam Maibaum das Potenzial des »Newskilling« in den Vordergrund.

Dieser Begriff beschreibt einen emergenten Lernprozess, bei dem durch die Interaktion mit KI-Systemen neue Fertigkeiten entstehen, die über die bloße Automatisierung von Routineaufgaben hinausgehen. Die Relevanz dieses Wandels liegt in der Chance, durch technologische Entlastung tiefgründigere und reflexivere Lernstufen zu erreichen.

Risiken und Pfade...

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