Nachrichten überregional
02.04.2025
IAB: Betriebe halten trotz Rezession an ihren Beschäftigten fest
Stabilität am Arbeitsmarkt trotz wirtschaftlicher Eintrübung
Deutschland befindet sich seit Ende 2022 in einer Rezession, doch die Unternehmen zeigen bemerkenswerte Stabilität in der Beschäftigungspolitik.
Laut einer aktuellen Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist der Anteil der Betriebe mit Personalabgängen im Jahr 2024 auf 29 Prozent gesunken – ein Rückgang im Vergleich zu 31 Prozent im Jahr 2022.
Dies verdeutlicht, dass die Personalfluktuation trotz wirtschaftlicher Schwäche nicht zugenommen hat.
Langfristige Trends bei Personalbewegungen
Zwischen 2013 und 2019, einer Phase wirtschaftlicher Stärke, war die Fluktuation am Arbeitsmarkt hoch: Betriebe stellten verstärkt ein, und Beschäftigte wechselten häufiger den Arbeitgeber.
Mit Beginn der Coronakrise in
...02.04.2025
Digitalisierung: Mehrheit der Lehrkräfte fordert Weiterbildungen zu digitalen Themen
Mehrheit der Lehrer sieht Fortbildungsbedarf
Eine aktuelle Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt, dass die Mehrheit der deutschen Lehrkräfte großes Interesse an Fortbildungen zu digitalen Themen hat. Insbesondere der Jugendschutz und der Einsatz spezifischer Lern-Apps stehen dabei im Fokus.
Fortbildungsbedarf bei digitalen Technologien
Laut der repräsentativen Befragung, die unter 502 Lehrkräften der Sekundarstufen I und II durchgeführt wurde, wünschen sich 77 Prozent der Lehrkräfte Weiterbildungen zum Einsatz digitaler Technologien und Medien im Unterricht.
Besonders gefragt sind Schulungen zu Jugendschutzthemen wie Cybermobbing und Cybergrooming sowie zu bestimmten Lern-Apps oder -Software, die jeweils von 42 Prozent der Befragten als wichtig erachtet werden. Zudem möchten 40 Prozent
...02.04.2025
Internationale Perspektiven: Erasmus+ boomt in der Berufsbildung
Deutlich mehr Auszubildende nutzen Auslandsaufenthalte in Europa
Die Zahl der Auszubildenden, die während ihrer Ausbildung ein Praktikum im europäischen Ausland absolvieren, hat im Jahr 2024 einen historischen Höchststand erreicht.
Mit rund 37.000 Teilnehmenden verzeichnete das Programm Erasmus+ einen Zuwachs von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies ist die höchste Teilnehmerzahl seit Beginn des Programms im Jahr 1995 und unterstreicht die zunehmende Bedeutung von Auslandserfahrungen in der beruflichen Bildung.
Fokus auf Chancengleichheit und Förderung benachteiligter Gruppen
Im Jahr 2024 standen in Deutschland etwa 99 Millionen Euro für Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung zur Verfügung. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Unterstützung von jungen Menschen mit geringeren
...02.04.2025
Der Gendergap in Deutschlands Startup-Szene
Mehr Gründerinnen in Deutschland: Wege aus dem Gendergap
Die Startup-Welt in Deutschland wird weiterhin von einem deutlichen Gendergap geprägt.
Eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass strukturelle Barrieren und tradierte Rollenbilder Frauen daran hindern, häufiger den Weg ins Unternehmertum zu finden. Dabei beginnt die Problematik bereits in frühen Lebensphasen und setzt sich bis ins Berufsleben fort.
Frühzeitige Weichenstellung durch Rollenbilder
Bereits in der Jugend und im Studium zeigt sich, dass Frauen seltener den Wunsch verspüren, ein Startup zu gründen. Während zwei Drittel der männlichen Gründer ihre Gründungspläne schon in jungen Jahren entwickeln, liegt der Anteil bei Frauen lediglich bei 43 Prozent.
Gesellschaftliche Erwartungen beeinflussen die Prioritäten: So
...02.04.2025
Digitalisierung im Job: 62 Prozent nutzen bereits Künstliche Intelligenz
Digitalisierung und KI: BAuA-Studie zeigt tiefgreifende Veränderungen in der Arbeitswelt
Die fortschreitende Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) prägen die Arbeitswelt in Deutschland zunehmend.
Eine neue Studie, die zweite Befragung zur Verbreitung und den Auswirkungen von Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung (DiWaBe 2.0), liefert aktuelle Einblicke in diese Entwicklung.
Nutzung von KI-Anwendungen nimmt zu
Laut der Untersuchung setzen bereits 62 Prozent der Beschäftigten in Deutschland KI-Technologien ein. Besonders auffällig ist, dass viele dieser Anwendungen, wie Chatbots oder Übersetzungsprogramme, informell genutzt werden, ohne dass sie vom Arbeitgeber offiziell eingeführt wurden.
Die Studie wurde von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und
...02.04.2025
Fortschritte bei Geschlechterverteilung in der Berufsausbildung: Frauen holen in männerdominierten Berufen auf
Männeranteil in Friseur-Ausbildungen stark gestiegen
In den letzten zehn Jahren hat sich das Geschlechterverhältnis in einigen Ausbildungsberufen deutlich verändert. Besonders im Friseurhandwerk ist der Männeranteil erheblich gestiegen.
Laut Statistischem Bundesamt waren 2023 etwa 34 Prozent der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in diesem Beruf von Männern unterzeichnet. Im Jahr 2013 lag dieser Anteil noch bei lediglich 13 Prozent. Gleichzeitig sank die Gesamtzahl der neuen Ausbildungsverträge im Friseurhandwerk von 10.900 im Jahr 2013 auf 6.300 im Jahr 2023.
Fortschritte auch in anderen Berufen
Ähnlich positive Entwicklungen zeigen sich bei Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk. Hier stieg der Männeranteil von 11 Prozent im Jahr 2013 auf 28 Prozent im Jahr 2023.
Auch in
...01.04.2025
Wissenschaftseinrichtungen fordern neues Ministerium: Innovationspolitik im Fokus
Grundlegender Wandel gefordert
Der Stifterverband, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die VolkswagenStiftung und die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) haben ein gemeinsames Positionspapier veröffentlicht. Darin drängen sie die neue Bundesregierung zu einer umfassenden Neuausrichtung der Forschungs- und Innovationspolitik.
Im Zentrum ihrer Forderungen steht die Schaffung eines eigenständigen Ministeriums für Forschung, Innovation und Technologie. Dieses soll den gesamten Innovationsprozess – von der Grundlagenforschung bis zur Markteinführung – ganzheitlich steuern und fördern.
Notwendigkeit eines Politikwechsels
Die Organisationen betonten, dass Deutschland eine mutige und zukunftsorientierte Innovationspolitik benötige. Forschungsergebnisse müssten konsequenter in
...01.04.2025
Elternzeit: Wunsch und Realität klaffen auseinander
Gleichberechtigte Elternzeit bleibt Wunschdenken
Eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass Frauen und Männer in Deutschland eine gleichmäßige Aufteilung der Elternzeit bevorzugen. Doch die Praxis bleibt weiterhin stark traditionell geprägt. Während Frauen durchschnittlich 11,6 Monate Elterngeld beziehen, sind es bei Männern lediglich 2,8 Monate.
Dies steht im deutlichen Kontrast zu den Ergebnissen der Befragung, in der 44 Prozent der Teilnehmenden ein egalitäres Modell mit jeweils sieben Monaten Elternzeit für beide Partner favorisierten.
Väter nehmen selten mehr als zwei Monate Elternzeit
Trotz eines Anstiegs der Väter, die Elterngeld beziehen – inzwischen sind es 46 Prozent, doppelt so viele wie vor 15 Jahren – nutzen drei Viertel von ihnen nur die gesetzlich vorgesehenen
...01.04.2025
Ausbildungsmarkt unter Druck: »Ghosting« erschwert Besetzung von Lehrstellen
Die Besetzung von Ausbildungsplätzen stellt für viele Betriebe in Deutschland ein wachsendes Problem dar.
Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) konnte 2023 mehr als die Hälfte der Unternehmen mit Ausbildungsangeboten ihre offenen Stellen nicht besetzen – ein deutlicher Anstieg gegenüber 2013, als dies nur bei 29 Prozent der Betriebe der Fall war.
Hauptursache bleibt der allgemeine Mangel an geeigneten Bewerbungen, doch zunehmend berichten Unternehmen auch von Absprüngen bereits ausgewählter Kandidat*innen.
Absprünge nehmen zu: Jeder vierte Betrieb betroffen
Das sogenannte »Ghosting«, bei dem Bewerber*innen ohne Rückmeldung abspringen, betrifft mittlerweile jeden vierten Betrieb mit unbesetzten Ausbildungsplätzen. Während 2013 nur 23 Prozent
...31.03.2025
Soziale Mobilität in Europa: Studie verweist auf großes ungenutztes Potenzial
Wie Unternehmen Talente aus bildungsfernen Schichten fördern können
Die soziale Mobilität, also die Möglichkeit, durch Bildung und Arbeit in eine höhere gesellschaftliche oder wirtschaftliche Schicht aufzusteigen, ist ein entscheidender Faktor für den sozialen Zusammenhalt und die wirtschaftliche Entwicklung in Europa.
Eine neue McKinsey-Studie mit dem Titel »Breaking the standstill: How social mobility can boost Europe’s economy« zeigt jedoch, dass die soziale Mobilität in vielen europäischen Ländern ins Stocken geraten ist.
Menschen aus sozioökonomisch benachteiligten Verhältnissen (SEB) sehen sich nach wie vor mit erheblichen Hürden konfrontiert, die ihre Chancen auf beruflichen und gesellschaftlichen Aufstieg stark einschränken. Gleichzeitig bleibt ein enormes wirtschaftliches Potenzial
...28.03.2025
Erasmus+: 100.000ste Lernmobilität im Schulbereich in Deutschland erreicht
Bedeutung der Erasmus+-Förderung
Das EU-Programm Erasmus+ hat Ende März 2025 einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Die 100.000ste Lernmobilität im deutschen Schulbereich wurde gefördert.
Diese besondere Reise führte eine Schülergruppe der Albert-Schweitzer-Schule Aue, einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen, nach Frankreich.
Lernmobilität nach Frankreich
Unter dem Motto „Glück auf en France“ reisten 15 Schülerinnen und Schüler sowie drei Begleitlehrkräfte zum Collège Ampère in Oyonnax. Die Mobilität umfasste Hospitationen, gemeinsame Projektarbeit im Unterricht und Exkursionen in die Umgebung. Die An- und Abreise erfolgte klimafreundlich mit dem Bus.
Bildungsministerkonferenz betont Inklusionsaspekt
Simone Oldenburg, Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), betonte die
...28.03.2025
Künstliche Intelligenz im Job: Mehrheit hält sich für unersetzlich
Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt: Einfluss und Herausforderungen
Die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in die Arbeitswelt wird von vielen Beschäftigten unterschätzt. Laut einer aktuellen Umfrage des TÜV-Verbands geht eine knappe Mehrheit der Erwerbstätigen davon aus, dass KI in fünf Jahren eine große Rolle spielen wird, während 44 Prozent geringe oder keine Auswirkungen erwarten.
Fast drei Viertel der Befragten glauben, dass ihre Arbeit nicht durch KI ersetzbar ist. Diese Wahrnehmung spiegelt sowohl die Unsicherheit als auch die Hoffnung wider, die mit dem Einsatz von KI verbunden sind.
KI-Nutzung und -Wahrnehmung
Derzeit nutzen etwa ein Drittel der Erwerbstätigen generative KI-Anwendungen wie ChatGPT für berufliche Zwecke. In der Gesamtbevölkerung liegt der Anteil
...28.03.2025
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im März 2025
BA: »Verhalten einsetzende Frühjahrsbelebung«
»Im März beginnt am Arbeitsmarkt die so genannte Frühjahrsbelebung. Auch in diesem Jahr wird sie allerdings von der wirtschaftlichen Flaute spürbar ausgebremst«, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.
- Arbeitslosenzahl im März: -22.000 auf 2.967.000
- Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +198.000
- Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: unverändert bei 6,4 Prozent
Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit
Bei verhaltend einsetzender Frühjahrsbelebung ist die Arbeitslosigkeit im März 2025 um 22.000 auf 2.967.000 zurückgegangen. Saisonbereinigt hat sie sich gegenüber dem Vormonat um 26.000 erhöht. Verglichen mit dem März des letzten
...28.03.2025
Erwerbstätigkeit im Februar 2025: Leicht gesunken
Im Februar 2025 waren rund 45,6 Millionen Menschen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig
Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank die Zahl der Erwerbstätigen saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat leicht um 10.000 Personen (0,0 Prozent), nach einem ebenfalls geringfügigen Rückgang um 9.000 Personen im Januar 2025. In den Monaten Oktober bis Dezember 2024 war die Erwerbstätigkeit im Vormonatsvergleich noch um durchschnittlich jeweils 7.000 Personen gestiegen.
Nicht saisonbereinigt ging die Zahl der Erwerbstätigen im Februar 2025 gegenüber Januar 2025 in ähnlichem Umfang zurück, und zwar um 16.000 Personen (0,0 Prozent). Im Februar-Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2024 war die Erwerbstätigkeit im Vormonatsvergleich dagegen noch um 27.000 Personen
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