Nachrichten überregional
13.03.2026
Analyse der Wahlprogramme: Bildungspolitik in Rheinland-Pfalz unter der Lupe
RLP-Landtagswahl 2026: Fehlende Strategien zur Bewältigung des Lehrkräftemangels
Im Vorfeld der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März zeigt eine Untersuchung des Stifterverbandes erhebliche Lücken in den bildungspolitischen Konzepten der Parteien auf.
Trotz eines massiven Handlungsdrucks mangelt es an einer abgestimmten Gesamtstrategie, um die Qualität der schulischen Bildung langfristig zu sichern. Besonders die Reform der Lehrkräftebildung und die systematische Einbeziehung außerschulischer Partner finden in den Programmen der im Landtag oder Bundestag vertretenen Parteien bisher unzureichende Berücksichtigung.
Kritische Engpässe in der Lehrkräfteversorgung
Die Lage in Rheinland-Pfalz bleibt angespannt. Prognosen deuten darauf hin, dass bis zum Jahr 2035 in der Sekundarstufe I sowie...
12.03.2026
Exzellenzstrategie: Wissenschaftsrat stärkt universitäre Spitzenforschung
Ausbau der Spitzenforschung durch die Exzellenzstrategie
Die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und die Förderung wissenschaftlicher Spitzenleistungen an deutschen Universitäten bilden das Kernziel der »Exzellenzstrategie«.
In der aktuellen Auswahlrunde der Förderlinie »Exzellenzcluster« haben das Expertengremium und die Exzellenzkommission am 11. März 2026 richtungsweisende Entscheidungen getroffen, um die deutsche Forschungslandschaft strukturell weiterzuentwickeln. Durch die Auswahl von Forschungsvorhaben mit besonderem Innovationspotenzial soll sichergestellt werden, dass Deutschland in globalen Wissenschaftsdiskursen eine führende Rolle einnimmt und komplexe gesellschaftliche Herausforderungen durch erkenntnisgeleitete Forschung adressiert.
Auswahlverfahren und fachliche...
12.03.2026
Arbeitskräftebedarf 4/2025: Strukturwandel prägt die betriebliche Personalplanung
Stabilisierung der Arbeitskräftenachfrage auf moderatem Niveau
Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt im vierten Quartal 2025 Anzeichen einer Konsolidierung. Mit bundesweit 1,26 Millionen offenen Stellen liegt das Angebot zwar rund zehn Prozent unter dem Wert des Vorjahresquartals, verzeichnet jedoch gegenüber dem Vorquartal einen deutlichen Zuwachs.
Dieser Anstieg um 22 Prozent ist nur zur Hälfte auf saisonale Effekte zurückzuführen, was auf eine beginnende strukturelle Stabilisierung hindeutet. Trotz dieser positiven Impulse bleibt das Gesamtniveau deutlich hinter den Höchstwerten des Jahres 2022 zurück.
Branchenbezogene Entwicklungen und konjunkturelle Einflüsse
Die Nachfrage nach Arbeitskräften verläuft sektoral sehr unterschiedlich. Während unternehmensnahe und sonstige Dienstleistungen...
12.03.2026
Umsetzungsrahmen für KI: Der neue deutsche Rechtsrahmen zur EU-KI-Verordnung
Deutschland schafft die infrastrukturelle Basis für die KI-Ära: Der neue Fahrplan für die KI-Regulierung
Mit der Vorlage des Gesetzentwurfs zur Durchführung der Verordnung (EU) 2024/1689 unternimmt die Bundesregierung den entscheidenden regulatorischen Schritt, um das europäische KI-Gesetz in nationales Recht zu gießen.
Das geplante »KI-Marktüberwachungs-und-Innovationsförderungs-Gesetz« (KI-MIG) ist weit mehr als eine bloße Verwaltungsanweisung; es ist die Grundvoraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland im digitalen Binnenmarkt. Durch die Schaffung eines einheitlichen Rechtsrahmens und die gezielte Förderung von KMU und Start-ups adressiert der Entwurf die Gratwanderung zwischen Innovationsdrang und dem notwendigen Schutz von Grundrechten und...
12.03.2026
Ausgaben für öffentliche Schulen 2024 bei 10.500 Euro je Schülerin und Schüler
Ausgaben je Schülerin und Schüler gegenüber 2023 um rund sieben Prozent gestiegen
Die öffentlichen Haushalte haben im Jahr 2024 durchschnittlich 10.500 Euro für die Ausbildung einer Schülerin beziehungsweise eines Schülers an einer öffentlichen Schule ausgegeben.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren das nominal (nicht preisbereinigt) rund 700 Euro beziehungsweise 7 % mehr als im Jahr 2023. Das ist der stärkste Anstieg seit 2019, der hauptsächlich auf gestiegene Personalkosten zurückzuführen ist. Drei Viertel der Gesamtausgaben (7.900 Euro beziehungsweise 75 %) entfielen auf diesen Aufgabenbereich. Die restlichen Mittel wurden für den laufenden Sachaufwand (1.500 Euro beziehungsweise 14 %) und Investitionen (1.100 Euro...
12.03.2026
Bildungserfolg als Erbe? Die soziale Schere im deutschen Schulwesen
Fachkräftemangel und Bildungsungleichheit als zentrale Herausforderungen im Schulsystem
Eine neue LIfBi-Studie untersucht umfassend, wie soziale Herkunft den Bildungsverlauf prägt. Sie analysiert den Einfluss von Armut, Bildungsniveau und Berufsstatus der Eltern auf Kompetenzen, Bildungsentscheidungen und Bewertungen. Mit Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) zeigt sie, wann und wo soziale Ungleichheiten entstehen oder sich verändern und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Debatte um gerechtere Bildung.
Status quo
Die Sicherung einer qualitativ hochwertigen Beschulung steht gegenwärtig vor massiven strukturellen Hindernissen. Insbesondere der gravierende Mangel an qualifizierten Lehrkräften sowie die tief verwurzelte Kopplung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg belasten die
...11.03.2026
»AI Literacy« als neuer Kernauftrag der schulischen Bildung
Lehrkräfte beschäftigen sich kaum mit KI-Regeln
Die große Mehrheit der Lehrkräfte in Deutschland hat sich bislang wenig mit Regelungen zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Schule befasst. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage unter rund 1.000 Lehrkräften im Auftrag der Deutsche Telekom Stiftung. 88 Prozent geben an, sich bisher kaum oder gar nicht mit entsprechenden Vorgaben beschäftigt zu haben.
Zeitmangel und Komplexität
Als Hauptgründe nennen viele Lehrkräfte fehlende Zeit und die Komplexität des Themas. 78 Prozent sagen, dass sie sich neben ihren regulären Aufgaben nicht intensiver damit befassen könnten. Die Hälfte empfindet KI-Regelungen als zu kompliziert. Gleichzeitig wünschen sich 87 Prozent verständliche und gut umsetzbare Vorgaben für den Schulalltag....
11.03.2026
Zwei Jahrhunderte Bildungsinvestitionen: Eine historische Analyse
Bildungserfolg weiterhin stark von geografischer Herkunft geprägt
In einer aktuellen Untersuchung unter Beteiligung des ZEW wurde die globale Entwicklung der Bildungsausgaben und deren Auswirkungen auf die wirtschaftliche Produktivität über einen Zeitraum von zwei Jahrhunderten analysiert.
Die Ergebnisse zeigen, dass Investitionen in das Humankapital – worunter die Summe der Fähigkeiten, Kenntnisse und der Gesundheit einer Bevölkerung zu verstehen ist – entscheidend für das wirtschaftliche Wachstum sind. Insbesondere staatliche Bildungsausgaben erzielen demnach hohe Renditen von rund 10 Prozent und wirken in wirtschaftlich schwächeren Regionen besonders stark.
Globale Ungleichheit bei Bildungsinvestitionen
Trotz einer weltweit steigenden Tendenz bei den öffentlichen Ausgaben bleibt die Kluft...
11.03.2026
Schüler*innenzahl stieg im Schuljahr 2025/26 um 0,7 Prozent
Zahl der Schülerinnen und Schüler steigt im vierten Jahr in Folge
Im Schuljahr 2025/2026 verzeichnen Schulen in Deutschland einen kontinuierlichen Zuwachs der Lernenden
Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes werden aktuell rund 11,5 Millionen Personen an allgemeinbildenden, beruflichen sowie Schulen des Gesundheitswesens unterrichtet. Dieser Anstieg um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr markiert das vierte Wachstumsjahr in Folge und spiegelt die demografische Entwicklung wider, da die Population der 5- bis 19-Jährigen Ende 2024 um 0,8 Prozent zunahm.
Regionale Unterschiede und strukturelle Einflüsse
An den allgemeinbildenden Schulen erhöht sich die Zahl der Lernenden um 0,9 Prozent auf etwa 9 Millionen. Während die Mehrheit der Bundesländer Zuwächse meldet, verzeichnen...
11.03.2026
Telekom veröffentlicht Bildungsreport 2026Soziale Herkunft bremst digitale Bildungserfolge aus
Die digitale Spaltung in Deutschlands Bildungssystem vertieft sich. Laut Telekom-Bildungsreport 2026 bestimmt die soziale Herkunft massiv über den Kompetenzerwerb. Rein technische Lösungen genügen nicht; es fehlen didaktische Konzepte und Lehrkräftefortbildungen. Ohne strukturelle Reformen drohen langfristige Folgen für den Arbeitsmarkt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
11.03.2026
Herkunft bestimmt die Ausdauer: Neue Einblicke in die Bildungsungleichheit
Soziale Herkunft beeinflusst die kindliche Leistungsbereitschaft
Die Bereitschaft von Kindern, sich für den Erfolg anzustrengen, wird maßgeblich durch ihren familiären Hintergrund geprägt.
Eine aktuelle Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) zeigt, dass Kinder aus privilegierten Haushalten eine deutlich höhere Ausdauer bei schwierigen Aufgaben zeigen als Gleichaltrige aus weniger begünstigten Verhältnissen. Da die individuelle Leistungsbereitschaft eine zentrale Rolle für den späteren Bildungserfolg spielt, trägt dieser Mechanismus zur Verfestigung gesellschaftlicher Ungleichheit bei.
Mechanismen der Leistungsentwicklung
Die Differenzen in der Anstrengungsbereitschaft manifestieren sich bereits im Grundschulalter. In experimentellen Settings, die im Rahmen des...
10.03.2026
Von der Pilotphase zur Wertschöpfung: KI braucht neue Strukturen
Strukturelle Defizite limitieren Effizienzpotenziale von Künstlicher Intelligenz
Die technische Implementierung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Unternehmenswelt schreitet zügig voran, doch die organisatorischen Rahmenbedingungen bleiben hinter dieser Entwicklung zurück. Eine mangelnde Anpassung von Strukturen und Verantwortlichkeiten führt derzeit dazu, dass messbare wirtschaftliche Vorteile oft ausbleiben und kulturelle Spannungen innerhalb der Belegschaften zunehmen.
Ein zentrales Ergebnis der aktuellen Untersuchung »Global Human Capital Trends 2026« ist die Diskrepanz zwischen der erkannten Notwendigkeit von Agilität und der tatsächlichen Unterstützung der Angestellten: Während 85 Prozent der Führungskräfte eine hohe Anpassungsfähigkeit als entscheidenden Faktor für das...
10.03.2026
Schulträger im Wandel: Strategien für die digitale Bildungslandschaft
Digitale Transformation als Katalysator für die Organisationsentwicklung von Schulträgern
Die fortschreitende Digitalisierung des Bildungswesens verändert das Anforderungsprofil öffentlicher Schulträger grundlegend und macht eine umfassende Neuausrichtung ihrer internen Strukturen erforderlich. Während Schulträger traditionell vorrangig für die bauliche Infrastruktur und die Verwaltung der Sachkosten zuständig waren, fungieren sie heute als zentrale Knotenpunkte einer komplexen technologischen Bildungslandschaft.
Der 2019 initiierte »DigitalPakt Schule« hat diesen Wandel massiv beschleunigt und die Akteure vor erhebliche administrative sowie konzeptionelle Herausforderungen gestellt.
Erweiterte Zuständigkeiten und strukturelle Barrieren
Durch die Investitionsschübe der letzten Jahre hat...
10.03.2026
Zwischen Social Media und Scham: Die unterschätzte Krise der Jugend
Struktureller Wandel der Jugendphase: Einsamkeit als gesellschaftliche Herausforderung
Die soziale Isolation unter jungen Menschen in Deutschland hat eine neue Qualität erreicht und gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie die demokratische Stabilität.
Eine aktuelle Untersuchung der Vodafone Stiftung mit dem Titel »Generation einsam?« unter 1.046 Jugendlichen im Alter von 14 bis 20 Jahren belegt, dass fast die Hälfte der Befragten regelmäßig unter Einsamkeit leidet.
Diese Entwicklung wird nicht mehr als individuelles psychisches Befinden, sondern als strukturelles Problem der Gegenwart eingeordnet. Die Daten deuten darauf hin, dass chronische Isolation das Vertrauen in staatliche und gesellschaftliche Institutionen schwächt, was die politische Relevanz des Themas...
